KitschKrieg: Wie ein Berliner Trio mit German Engineering die Musikwelt erobert
Joseph KreuselKitschKrieg: Wie ein Berliner Trio mit German Engineering die Musikwelt erobert
Das Berliner Kollektiv KitschKrieg macht mit seiner akribisch produzierten Musik und seinem schlichten Ästhetikansatz von sich reden. Ihr Sound vereint Präzision mit einem fließenden, nahtlosen Klangteppich und erinnert dabei an Künstler wie Paul Kalkbrenner. Die Gruppe setzt auf ein minimalistisches, schwarz-weißes Design, das ihre musikalische Herangehensweise perfekt unterstreicht.
KitschKriegs Musik speist sich aus einer Mischung von Reggae, Dancehall und jamaikanischen Rhythmen, angereichert mit internationalem Nischen-Rap. Ihre Tracks gehen oft ineinander über und schaffen so ein hörbuchartiges Erlebnis, das ihre Liebe zum Detail und zur Kontinuität betont. Baran Kok steuert deutsche Rap-Passagen bei, in denen er häufig Themen wie Dealer auf Raves aufgreift – eine weitere Facette ihres Sounds.
Das Trio, zu dem auch Awhodat gehört, der für Fotografie und Video zuständig ist, spielt mit einer verspielt-ironischen Haltung zur deutschen Identität. Ihr Slogan „Made in Germany“ bezeichnen sie als Meme – eine Anspielung auf Klischees und Selbstreflexion. Ihre beiden vorherigen Alben, jeweils unter dem Titel German Engineering erschienen, entstanden in Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und unterstrichen ihren grenzüberschreitenden Anspruch.
Ihr jüngstes Album Gut Genug hat nun internationales Interesse geweckt. Die Gruppe führt dies auf die globale Reichweite von Streaming-Diensten zurück, die ihre Musik weit über Deutschland hinaus einem Publikum zugänglich machen. Der wachsende Erfolg des Albums zeigt, wie Streaming Nischengenres eine größere Bühne verschafft. KitschKriegs Fusion aus deutschem Rap, elektronischen Beats und internationalen Einflüssen zieht weiterhin Hörer in ihren Bann. Ihre Arbeit bleibt dabei stets von handwerklicher Perfektion geprägt – sowohl klanglich als auch visuell.
