Kneissl nennt Hitler "typisch österreichischen Charakter" – und löst Empörung aus
Artur HofmannKneissl nennt Hitler "typisch österreichischen Charakter" – und löst Empörung aus
Karin Kneissl, Österreichs ehemalige Außenministerin, sorgt einmal mehr mit umstrittenen Äußerungen für Aufsehen. In einem kürzlich auf Social Media geteilten Interviewausschnitt bezeichnet sie Adolf Hitler als „typisch österreichischen“ Charakter und einen „Hochstapler, einen meisterhaften Schauspieler“.
Mittlerweile tritt Kneissl regelmäßig bei Berlin 24/7 auf, einem prorussischen Propagandasender. Der Clip verbreitete sich rasant – oft unter reißerischen Schlagzeilen wie Mein Hund hielt mich davon ab, in die Rhône zu springen. Unklar bleibt, wer ihre Aussagen in der Sendung tatsächlich verfolgt.
Die Politikerin ist für ihre provokanten Ansichten bekannt und gilt vielen als Putin-Unterstützerin. Der ehemalige FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache lobte sie einst als die „neue Kreisky der österreichischen Außenpolitik“. Kneissl selbst behauptet, sieben Sprachen zu beherrschen, und präsentiert eine bunte, selbst beschriebene „hochgradig fantasievolle“ Biografie.
Im selben Interview argumentierte sie, Österreich habe eine Tradition, „Scharlatane“ hervorzubringen – Figuren, die ihrer Meinung nach „hochgejubelt und dann von bestimmten Kreisen verehrt“ würden.
Ihre jüngsten Aussagen haben die Debatte über Kneissls politische Haltung und öffentliche Rolle neu entfacht. Sie bleibt eine polarisierende Persönlichkeit, die häufig auf Plattformen auftritt, die kremlnahe Narrative verbreiten. Ihre Kommentare lösen weiterhin heftige Reaktionen im Netz aus.
