20 June 2026, 00:21

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Konsumräume gegen Sucht und Kriminalität

Köln und Düsseldorf wollen den Handel mit Crack legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Konsumräume gegen Sucht und Kriminalität

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf fordern eine Gesetzesänderung, um den Kleinhandel mit Drogen in kontrollierten Einrichtungen zu ermöglichen. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen damit die wachsenden Probleme durch Suchterkrankungen in ihren Städten angehen. Sie argumentieren, dass die aktuellen Regelungen das Leid der Konsumenten und Anwohner gleichermaßen nicht ausreichend berücksichtigen.

Laut Burmester hat sich der Kölner Neumarkt zu einem Brennpunkt für Drogenabhängige entwickelt. Er beschreibt das Viertel als einen Ort, an dem die Sucht sowohl den Betroffenen als auch den dort lebenden Menschen enormen Schaden zufügt. In einem gemeinsamen Schreiben haben die Oberbürgermeister die Minister von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, die Rechtmäßigkeit von Mikrohandel in Drogenkonsumräumen zu prüfen.

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Ihr Vorschlag sieht vor, dass schwerstabhängige Personen in medizinisch betreuten Zentren kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen dürfen. Ziel ist es, dem Personal klare, rechtlich abgesicherte Handlungsanweisungen für den Umgang mit solchen Aktivitäten an die Hand zu geben. Keller ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Kriminalität verringern und die Belastung für den öffentlichen Raum mindern würde.

In großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt hat Crack Heroin inzwischen als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst. Keller verweist auf die verzweifelten Maßnahmen, zu denen Süchtige greifen – etwa aggressives Betteln, Diebstahl oder Prostitution. Auch öffentliches Urinieren und andere Belästigungen seien in den betroffenen Gebieten an der Tagesordnung.

Beide Oberbürgermeister räumen ein, dass ihr Plan nach aktuellem Recht wahrscheinlich nicht umsetzbar ist. Dennoch hoffen sie, dass eine Initiative auf Bundesebene den Weg für eine Reform ebnen könnte. Der Vorschlag zielt darauf ab, in Düsseldorf spezielle Räumlichkeiten einzurichten, in denen der Mikrohandel mit harten Drogen geduldet würde. Bei Erfolg könnte dies eine strukturierte Alternative zum Drogenhandel auf der Straße bieten. Die Oberbürgermeister betonen, dass klarere rechtliche Rahmenbedingungen notwendig seien, um die Krise wirksam zu bekämpfen.

Quelle