Linke distanziert sich von umstrittener Stalin-Lobhudelei ihrer Jugendorganisation
Lilian BarthLinke distanziert sich von umstrittener Stalin-Lobhudelei ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] distanziert. Dabei ging es um lobende Bemerkungen über historische Figuren wie Stalin und Mao sowie um provokante Aussagen zu Israel und dem Gaza-Konflikt.
Laut Berichten des Bayerischen Rundfunks hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] in einer internen Diskussion Joseph Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat gepriesen. In demselben Forum war zudem ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ gepostet worden. Bei Debatten über den Krieg in Gaza waren außerdem Formulierungen wie „israelische Konzentrationslager“ und ein „israelischer Völkermord im Namen des Judentums“ gefallen.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Äußerungen scharf. Sie bestätigte, dass die Partei mit der Linksjugend [’solid] im Gespräch sei, um die Vorwürfe zu prüfen und mögliche Konsequenzen zu ziehen. Die Linke verwies darauf, dass der Jugendverband zuvor erklärt habe, die DDR und ähnliche Regime abzulehnen.
Kritik an der Linksjugend [’solid] ist nicht neu. Bereits im November 2022 hatte die Gruppe mit einem Beschluss für Aufsehen gesorgt, in dem Israel als „kolonialistisches und rassistisches Staatsprojekt“ bezeichnet worden war. Nun forderte der Thüringer Landesvorsitzende der Linken, Christian Schaft, auf dem anstehenden Bundesparteitag eine offizielle Verurteilung der Aussagen des Jugendverbandes.
Die Berliner Parteichefs Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer nannten die Kommentare der Linksjugend [’solid]„völlig daneben“ und „beschämend“. Die Parteiführung drängt weiter auf Aufklärung und betont zugleich ihre Ablehnung der umstrittenen Positionen. Wie die internen Gespräche ausgehen, bleibt abzuwarten.






