Luke Littler kehrt trotz Buhrufe nach Berlin zurück – kann er die Fans überzeugen?
Siglinde WerneckeLuke Littler kehrt trotz Buhrufe nach Berlin zurück – kann er die Fans überzeugen?
Luke Littler kehrt diese Woche nach Deutschland zurück – genauer gesagt zum achten Abend der Premier League in Berlin. Der junge Dart-Superstar musste in der Vergangenheit bereits mehrmals unfreundliche Reaktionen deutscher Zuschauer erdulden, darunter Pfiffe während früherer Spiele. Dennoch wird er am Donnerstag in einem entscheidenden Duell gegen Stephen Bunting antreten.
Litters Verhältnis zu den deutschen Fans ist schon seit einiger Zeit angespannt. Beim German Darts Grand Prix 2023 unterlag er Gian van Veen, begleitet von Buhrufen des Publikums. Ähnliche Ablehnung erlebte er bei der Europameisterschaft 2025 in Dortmund, wo er gegen James Wade verlor – wieder unter Pfiffen der Zuschauer.
Auch in dieser Saison setzte sich das Muster fort: Beim European Tour-Turnier in Hildesheim wurde der 19-Jährige während seines Spiels gegen Peter Wright ausgebuht. Littler hat offen eingeräumt, dass er es nicht mag, in Deutschland anzutreten – wegen der feindseligen Stimmung. Doch seine Rückkehr ist unvermeidbar, denn Berlin ist neben der Europameisterschaft ein Pflichttermin.
Der ehemalige Profi Mark Webster rät Littler, die negative Energie des Publikums in Motivation umzuwandeln. Der Teenager jagt derzeit seinen dritten Nightly-Game-Sieg der Saison 2026 – ein starker Auftritt in Berlin könnte seine Kritiker zum Schweigen bringen.
Das Duell gegen Bunting wird zeigen, ob Littler den Druck in einer feindlichen Umgebung meistern kann. Ein Sieg wäre sein dritter Nightly-Game-Triumph in dieser Saison und würde seine Position in der Premier League festigen. Wie die Berliner Zuschauer reagieren werden, bleibt für den jungen Spieler jedoch ein unberechenbarer Faktor.






