Madrids Stadtrat verhängt Rekordstrafe wegen Lärm im Metropolitano-Stadion
Artur HofmannMadrids Stadtrat verhängt Rekordstrafe wegen Lärm im Metropolitano-Stadion
Stadtrat von Madrid ergreift Maßnahmen gegen Lärmbelästigung im Stadion Metropolitano
Der Stadtrat von Madrid hat Schritte unternommen, um die Lärmprobleme im Stadion Metropolitano in den Griff zu bekommen. Im Jahr 2025 führte die Behörde nach mehreren Verstößen gegen die zulässigen Lärmgrenzen bei Veranstaltungen Kontrollen durch und verhängte Bußgelder. Anwohner hatten wiederholt über Beeinträchtigungen durch Konzerte und Spiele geklagt.
Im Laufe des Jahres 2025 führte der Stadtrat 29 Lärmmessungen im Stadion durch. Bei 14 davon wurden die Vorschriften vollständig eingehalten, in vier Fällen jedoch Verstöße festgestellt. Besonders schwerwiegend war ein Konzert der Band AC/DC, bei dem die Lärmpegel nachts fünf bis zehn Dezibel über dem erlaubten Limit lagen. Dies wurde als „besonders schwerer“ Verstoß eingestuft und mit einem Bußgeld in Höhe von 80.800,80 Euro geahndet – die höchste Strafe des Jahres für eine Veranstaltung in diesem Veranstaltungsort.
Weitere Vorfälle führten zu geringeren Geldbußen. Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro bestraft, nachdem der Lärmpegel nachts um vier Dezibel überschritten worden war. Das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier musste 180 Euro zahlen, nachdem tagsüber ein ähnlicher Verstoß registriert worden war.
Als Reaktion auf die Beschwerden hat der Stadtrat Maßnahmen ergriffen, um die Lärmbelastung zu verringern. Dazu gehören schallabsorbierende Paneele und Anpassungen an der Ausrichtung der Beschallungsanlage. Trotz dieser Bemühungen berichten Anwohner weiterhin über übermäßigen Lärm, Verkehrsstaus und Bewegungseinschränkungen während der Veranstaltungen.
Die meisten Konzerte im Stadion müssen spätestens um Mitternacht enden, mit wenigen Ausnahmen an Wochenenden und Feiertagen. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid untersucht mittlerweile die anhaltenden Lärmprobleme.
Die Kontrollen und Strafen des Stadtrats verdeutlichen die Herausforderungen bei der Regulierung von Lärmbelästigung bei Großveranstaltungen. Die Geldbuße für das AC/DC-Konzert bleibt die höchste, die 2025 verhängt wurde. Die Behörden setzen ihre Überwachung fort und arbeiten weiterhin an Lösungen, um die Auswirkungen auf die Anwohner zu minimieren.






