Mainzer Marktfrühstück am Schillerplatz sorgt für Streit zwischen Anwohnern und Händlern
Joseph KreuselMainzer Marktfrühstück am Schillerplatz sorgt für Streit zwischen Anwohnern und Händlern
Mainzer Marktfrühstück zieht an den Schillerplatz – Anwohner und Händler besorgt
Das beliebte Marktfrühstück in Mainz hat am Schillerplatz eine neue Heimat gefunden. Die Veranstaltung startete dort am 21. März 2023, nachdem es zuvor durch Proteste zu Verzögerungen gekommen war. Doch der Umzug hat bei Anwohnern und lokalen Händlern neue Bedenken ausgelöst.
Das wöchentliche Marktfrühstück findet jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr statt und lockt zwischen März und Spätherbst große Menschenmengen an. Zuvor war die Veranstaltung am Leichhof beheimatet, doch der alte Standort wurde zu klein, sodass die Organisatoren an den geräumigeren Schillerplatz umziehen mussten.
Oberbürgermeister Nino Haase räumte ein, dass die Ausrichtung einer solchen Großveranstaltung in der belebten Innenstadt Herausforderungen mit sich bringe. Zwar seien gewisse Beeinträchtigungen unvermeidbar, doch die Stadtverwaltung nehme die Rückmeldungen ernst. Lokale Geschäftsleute hingegen behaupten, sie seien vor der Entscheidung nicht angehört worden. Agnese De Covre, Inhaberin des Eiscafé De Covre, kritisierte die mangelnde Kommunikation mit den Händlern vor dem Umzug.
Auch Anwohner in der Nähe des Schillerplatzes äußern Sorgen wegen Lärm, Verkehrsbelastung und Einschränkungen im Alltag. Das Viertel ist während der Öffnungszeiten des Marktfrühstücks ohnehin schon lebhaft – weitere Proteste könnten künftige Ausgaben der Veranstaltung zusätzlich gefährden.
Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, die Beliebtheit des Marktes mit den Bedürfnissen der Anwohner in Einklang zu bringen. Zwar bietet der Schillerplatz mehr Platz für Besucher, doch die Verwaltung muss die anhaltenden Bedenken angehen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Offizielle Stellen signalisierten, dass sie das Feedback der Anwohner in die weitere Planung einbeziehen werden.






