19 June 2026, 14:18

Marzahn Pride Week feiert Vielfalt trotz rechtsextremer Bedrohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride Week feiert Vielfalt trotz rechtsextremer Bedrohungen

Marzahn Pride Week geht in die siebte Runde – der Umzug bleibt Höhepunkt der Feierlichkeiten

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Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten mit Eröffnungsreden lokaler Persönlichkeiten, bevor ein Tag voller Aktivitäten folgt.

Im Jahr 2023 hatten rechtsextreme Gruppen fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland gestört. Auch Marzahn sah sich mit Drohungen der neonazistischen Organisation Deutsche Jugend Voran konfrontiert, was zu erhöhten Sicherheitsbedenken führte. In diesem Jahr wurden bisher jedoch keine konkreten rechtsextremen Mobilisierungsversuche gegen den Umzug festgestellt.

Marzahn ist bekannt für seine vielfältige Bevölkerung, zu der viele Menschen mit Migrationshintergrund zählen. Gleichzeitig nimmt rechtsextreme Propaganda sowie körperliche Gewalt gegen marginalisierte Gruppen in der Region zu. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt davor, die Gefahr bereits für gebannt zu halten.

Quarteera e.V., der Veranstalter, setzt sich besonders für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Nach dem Umzug startet ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

Der Umzug beginnt mit Grußworten von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Trotz vergangener Vorfälle und anhaltender rechtsextremer Aktivitäten in der Region bleiben Organisatoren und lokale Behörden wachsam. Das Fest soll queere Kultur feiern – und gleichzeitig die Herausforderungen thematisieren, vor denen die Community steht.

Quelle