11 May 2026, 02:23

Mehrheit der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus – doch die Spaltung bleibt

Schwarz-weiß-Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Mehrheit der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus – doch die Spaltung bleibt

Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet mittlerweile den Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus. Das ergab eine aktuelle Umfrage. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich grundsätzliche Offenheit für die Mission gezeigt – allerdings nur unter strengen Auflagen.

Die Debatte entfacht vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in der Region. Bereits Anfang Mai hatte die deutsche Marine einen Minenjäger ins Mittelmeer entsandt.

Die öffentliche Meinung bleibt gespalten: 51 Prozent der Deutschen unterstützen den geplanten Einsatz, 44 Prozent lehnen ihn ab. Fünf Prozent der Befragten waren unentschieden.

Regionale Unterschiede fallen auf: Während 52 Prozent der Westdeutschen zustimmen, lehnen 53 Prozent der Ostdeutschen den Einsatz ab. Auch die Parteizugehörigkeit prägt die Haltung. Mit 77 Prozent zeigen Wähler der Grünen die stärkste Zustimmung, gefolgt von Anhängern von CDU/CSU und SPD. Dagegen sprechen sich 73 Prozent der AfD-Wähler gegen eine Beteiligung aus, ebenso wie 48 Prozent der Wähler der Linken.

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Kanzler Merz knüpft eine deutsche Beteiligung an mehrere Bedingungen: eine Beendigung der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran, ein klares militärisches Konzept sowie die Zustimmung des Bundestags. Derweil operiert der Minenjäger Fulda – mit rund 45 Besatzungsmitgliedern, darunter Minentaucher – bereits im Mittelmeer. Im Einsatz in der Straße von Hormus könnte die Crew nach Unterwassersprengkörpern suchen und diese entschärfen.

Noch zu Jahresbeginn hatten sich die Hälfte der Deutschen für den Einsatz von Minenjägern im Nahen Osten ausgesprochen – ein Zeichen für die anhaltenden Sorgen um die maritime Sicherheit in der Region.

Die weiteren Schritte der Bundesregierung hängen nun von den diplomatischen Entwicklungen und einer parlamentarischen Entscheidung ab. Da die Fulda bereits auf See ist, könnte sich das deutsche Engagement in der Straße von Hormus ausweiten – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen entsprechen Merz’ Forderungen. Die Zukunft der Mission liegt damit in politischen Händen und an der Entwicklung der öffentlichen Meinung.

Quelle