18 April 2026, 22:20

Mehrwertsteuer-Erhöhung spaltet Politik: Merz' Andeutung löst Proteststurm aus

Demonstranten mit einem Banner "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Mehrwertsteuer-Erhöhung spaltet Politik: Merz' Andeutung löst Proteststurm aus

Eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer hat in Deutschland scharfe Kritik von politischen Spitzenkräften ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz ließ am Mittwoch während der Regierungsbefragung eine solche Maßnahme als Option offen. Doch mehrere Landesregierungschefs und Parteivertreter lehnen den Vorschlag entschieden ab.

In der Debatte räumte Merz die finanzielle Belastung von Haushalten und Unternehmen ein. Er betonte, die Entlastung dieser Gruppen bleibe eine zentrale Priorität. Gleichzeitig schloss er eine Anhebung der Mehrwertsteuer nicht aus und deutete sogar an, dass der derzeitige ermäßigte Satz weiter gesenkt werden könnte.

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Die Reaktionen aus den Ländern ließen nicht lange auf sich warten. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (SPD), erklärte, eine Mehrwertsteuererhöhung "dürfe unter keinen Umständen kommen". Unterstützung erhielt sie von Steffen Krach, dem SPD-Spitzenkandidaten für das Berliner Regierungsbürgermeisteramt, der sich deutlich gegen den Vorstoß aussprach.

Auch aus der CDU kam Widerspruch. Mario Voigt, Thüringens Ministerpräsident, argumentierte, eine höhere Mehrwertsteuer würde die Bürger unzumutbar belasten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ging noch weiter und nannte die Idee "das glatte Gegenteil dessen, was wir jetzt brauchen".

Die Diskussion offenbart tiefe Gräben in der Wirtschaftspolitik, während Deutschland vor finanziellen Herausforderungen steht. Zwar hält Merz die Option weiter offen, doch sowohl CDU- als auch SPD-geführte Landesregierungen haben klaren Widerstand signalisiert. Eine Entscheidung über Änderungen der Mehrwertsteuer würde voraussichtlich auf erhebliche politische Widerstände stoßen.

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