29 March 2026, 16:24

Merz bringt Verzögerung beim Kohleausstieg ins Spiel – und löst Streit aus

Eine Gruppe von Menschen mit einem Transparent "Fuck You Coal" vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, mit Bäumen und einer Fahnenstange im Hintergrund.

Merz bringt Verzögerung beim Kohleausstieg ins Spiel – und löst Streit aus

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine mögliche Verzögerung des geplanten Kohleausstiegs Deutschlands ins Spiel gebracht. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass bestehende Kohlekraftwerke länger in Betrieb bleiben könnten als vorgesehen – begründet mit Befürchtungen vor Energieengpässen. Der Vorschlag stößt bereits auf Widerstand bei den Grünen.

Deutschland hatte zuvor beschlossen, alle Braunkohlekraftwerke bis 2038 abzuschalten. Der Energiekonzern LEAG mit Sitz in Cottbus sollte dafür rund 1,75 Milliarden Euro als Ausgleich erhalten. Die Lausitz, traditionell eine Bergbauregion, steckt mitten im Strukturwandel: LEAG investiert dort in Wind- und Solarprojekte auf ehemaligen Abbauflächen bei Cottbus, Peitz, Spremberg und Weißwasser.

Merz argumentierte, dass der Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke über das geplante Ende hinaus die Stromversorgung Deutschlands sichern helfe. Zudem forderte er einen beschleunigten Bau von Gaskraftwerken, um mögliche Versorgungslücken zu schließen. Die Grünen reagierten mit einem Appell an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD), jede Verzögerung abzulehnen. Sie betonten, wie wichtig Planungsicherheit für die Beschäftigten und die Fortführung der Investitionen in den Strukturwandel seien.

Merz' Aussagen könnten den Zeitplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland verändern. Die Debatte dreht sich nun um die Frage, wie sich Versorgungssicherheit mit den langfristigen Klimazielen des Landes in Einklang bringen lässt. Auch LEAGs laufende Projekte im Bereich erneuerbarer Energien in der Lausitz könnten von möglichen politischen Kurswechseln betroffen sein.

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