26 March 2026, 02:25

Merz warnt: Deutschland ist nicht verteidigungsfähig – trotz Rekordbudget

Ein Buch mit leuchtend bunten Militäruniformen der deutschen Armee mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen.

Merz warnt: Deutschland ist nicht verteidigungsfähig – trotz Rekordbudget

Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, Deutschland sei derzeit nicht in der Lage, sich selbst zu verteidigen. In einer aktuellen Stellungnahme bezeichnete er die Wiederherstellung dieser Fähigkeit als oberste Priorität der Bundesregierung. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsenden Drucks, das Militär zu modernisieren und langjährige Schwächen zu beheben.

Merz betonte zudem, dass Deutschlands Stärke im Ausland von der Lösung innerer Probleme abhängt. Wirtschaftliche Stabilität und die Schaffung von Arbeitsplätzen seien entscheidend, um Einfluss in Europa und darüber hinaus zu wahren.

Jahrzehntelang litt die Bundeswehr unter chronischer Unterfinanzierung und veralteter Ausstattung. Nach dem Ende des Kalten Krieges wandelte sie sich von einer auf Territoriale Verteidigung ausgerichteten Truppe zu einer Streitmacht, die sich auf internationale Einsätze konzentrierte. Doch jahrelange Investitionsrückstände ließen sie schlecht auf moderne Bedrohungen vorbereitet zurück.

Aktuelle Reformen haben die Verteidigungsausgaben auf Rekordniveau getrieben. Der Haushalt für 2026 beläuft sich auf 108,2 Milliarden Euro, mit Plänen, bis 2029 insgesamt 550 Milliarden Euro auszugeben – darunter auch Hilfen für die Ukraine. Trotz dieser Steigerungen besteht Merz darauf, dass Deutschland nach wie vor nicht über vollständige Fähigkeiten zur Selbstverteidigung verfügt. Mit der bewussten Formulierung "wieder verteidigungsfähig werden" unterstrich er die Kluft zwischen der aktuellen Einsatzbereitschaft und den künftigen Anforderungen.

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Der Kanzler machte zudem innere Versäumnisse für viele der deutschen Herausforderungen verantwortlich. Die Lösungen lägen in eigener Hand – von der Wirtschaftspolitik bis zur Aufrüstung der Streitkräfte. Ohne eine solide Grundlage, warnte er, könne Deutschland seine Verbündeten nicht wirksam unterstützen und seine globalen Interessen nicht schützen.

Künftig muss die Bundeswehr fortschrittliche Systeme entwickeln, darunter gestaffelte Luftverteidigung und Langstrecken-Präzisionsschlagfähigkeiten. Diese Aufrüstungen gelten als unverzichtbar für Deutschlands Rolle als Rückgrat der konventionellen NATO-Verteidigung in Europa.

Obwohl die Verteidigungsausgaben stark gestiegen sind, deuten Merz' Aussagen auf tiefgreifende Bedenken hinsichtlich der Einsatzbereitschaft hin. Nun steht das Land vor der Aufgabe, höhere Budgets in echte militärische Schlagkraft umzuwandeln. Der Erfolg wird davon abhängen, ob es gelingt, lang vernachlässigte Probleme zu lösen und sich gleichzeitig an neue Sicherheitsanforderungen anzupassen.

Quelle