Müller bremst China-Expansion und setzt auf Europa statt Pudong
Deutscher Einzelhandelsriese Müller stoppt geplante Expansion in China
Der deutsche Handelskonzern Müller hat seine lang geplante Expansion nach China vorerst gestoppt. Ursprünglich sollte das erste Geschäft im Pudong-Berzirk Shanghais bis Ende 2026 eröffnet werden, doch nun konzentriert sich das Unternehmen stattdessen auf Europa. Trotz der Verzögerung zeigen sich sowohl Müller als auch die lokalen Behörden offen für künftige Gespräche.
Müller hatte einen großen Vorstoß in den chinesischen Markt vorbereitet und plante innerhalb von fünf Jahren bis zu 500 Filialen zu eröffnen. Der erste Standort in Pudong war bereits in der engeren Auswahl, mit einer geplanten Eröffnung im vierten Quartal 2026. Doch das Unternehmen hat diese Pläne nun auf Eis gelegt und begründet dies mit zu optimistischen Prognosen.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit gemischter wirtschaftlicher Signale in Pudong. Während Sektoren wie Hochtechnologie, Luft- und Raumfahrt sowie Messen wie die Furniture China 2026 weiterhin boomen, bleiben finanzielle Herausforderungen bestehen. Die Shanghai Pudong Development Bank rechnet beispielsweise bis zum vierten Quartal 2025 mit einem Rückgang der Quartalsumsätze um 52,98 Prozent. Ausländische Händler sehen zwar weiterhin Chancen in der starken Infrastruktur und dem finanziellen Wachstum der Region, doch wirtschaftliche Abkühlung und Marktkonkurrenz bleiben Hürden.
Statt in China wird Müller nun die Expansion in neue europäische Märkte vorantreiben. Die Slowakei und Tschechien stehen dabei an erster Stelle, weitere Länder werden geprüft. Obwohl das China-Projekt vorerst verschoben ist, haben weder Müller noch die Entwicklungsbehörde Pudongs eine Wiederaufnahme der Gespräche ausgeschlossen, sollte sich die Lage verbessern.
Müllers Rückzug aus China markiert einen Strategiewechsel, bei dem Europa nun Priorität genießt. Die Eröffnung des ersten Geschäfts in Pudong war für Ende 2026 vorgesehen, doch wirtschaftliche Unsicherheiten haben zu einer Verschiebung geführt. Künftige Gespräche bleiben möglich, ein konkreter Zeitplan steht jedoch noch nicht fest.






