Neues Energieeffizienzgesetz: Deutschland will Energieverbrauch bis 2045 drastisch senken
Joseph KreuselNeues Energieeffizienzgesetz: Deutschland will Energieverbrauch bis 2045 drastisch senken
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um das Energieeffizienzgesetz zu beschleunigen. Damit soll Bürokratie abgebaut und die nationalen Maßnahmen an die EU-Energieeffizienzrichtlinie angepasst werden. Laut Behörden dient die Reform dem Klimaschutz und soll die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verringern.
Das geplante Gesetz sieht strenge Vorgaben zur Senkung des Energieverbrauchs vor. Der Endenergieverbrauch muss demnach bis 2030 um fast 27 Prozent, bis 2040 um 39 Prozent und bis 2045 um 45 Prozent sinken – jeweils im Vergleich zu 2008. Bereits eingeführt wurde ein komplexes Regelwerk, das unter anderem Effizienzstandards für Rechenzentren vorsieht.
Kritiker bemängeln, dass der Plan der Industrie schaden und zu uneinheitlichen Standards führen könnte. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer warnt, die Ziele könnten nur mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um fast 9 Prozent erreicht werden. Andere verweisen darauf, dass bestehende Instrumente wie die Energiesteuer oder der Emissionshandel bisher nur begrenzt erfolgreich waren, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren.
Unterdessen hat der Weltklimarat IPCC seine extremsten Prognosen zu künftigen Emissionen zurückgezogen. Gleichzeitig eskaliert die Lage: Klimaktivisten greifen zunehmend zu Gewalt und sprengen etwa Kühltürme von Kohle- und Atomkraftwerken.
Der Gesetzentwurf soll die deutschen Bemühungen um Energieeffizienz mit den EU-Vorgaben in Einklang bringen. Er wird jedoch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Risiken und anhaltender Debatten über die besten Wege zur Emissionsreduktion vorgelegt. Die Regierung betont, die Maßnahmen seien für den Klimaschutz und die Energiesicherheit unverzichtbar.






