28 June 2026, 02:21

Neues Ermittlungsverfahren gegen René Benko wegen mutmaßlicher Veruntreuung in München

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

Neues Ermittlungsverfahren gegen René Benko wegen mutmaßlicher Veruntreuung in München

Die Staatsanwaltschaft hat ein 18. Ermittlungsverfahren gegen René Benko eingeleitet. Der jüngste Vorwurf dreht sich um mutmaßliche Veruntreuung von Geldern in München. Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Zahlung von 120 Millionen Euro, die ursprünglich für das Bahnhofplatz-Projekt in München bestimmt war. Die Behörden gehen davon aus, dass das Geld über die Signa Prime Selection umgeleitet wurde – ein Finanzvehikel, das als „Staubsauger“ beschrieben wird. Ähnliche Methoden sollen bereits 187 Millionen Euro aus einer Investition des saudischen Staatsfonds abgezweigt haben.

Die veruntreuten Mittel dienten angeblich dazu, Liquiditätsengpässe innerhalb der Signa Group zu überbrücken. Ein Teil floss zudem in eine Kapitalerhöhung für das Kaufhaus Selfridges. Den Verdächtigen werden Untreue und Betrug in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro vorgeworfen.

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Benkos juristische Probleme beschränken sich jedoch nicht auf diesen Fall. Für Donnerstag ist eine Berufungsverhandlung in seinem ersten Prozess wegen betrügerischen Bankrotts angesetzt. In seinem privaten Insolvenzverfahren geht es unter anderem um Streitigkeiten über Luxusgüter, darunter wertvolle Frauenringe. Der vom Gericht bestellte Verwalter steuert derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten in diesem Verfahren.

Die neue Untersuchung vertieft die Prüfung von Benkos Finanzgeschäften. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, fehlgeleitete Gelder in seinem gesamten Unternehmensimperium zurückzuholen. Die juristischen Auseinandersetzungen ziehen sich weiterhin auf mehreren Ebenen hin.

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