Paul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreich – und setzt auf Rangnicks WM-Pläne
Joseph KreuselPaul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreich – und setzt auf Rangnicks WM-Pläne
Paul Wanner, ein aufstrebendes Fußballtalent, wechselt seine nationale Zugehörigkeit von Deutschland zu Österreich
Der 20-jährige Mittelfeldspieler, der in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren wurde, vollzog den Wechsel im März 2026 – nach Jahren im Nachwuchsbereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Den Ausschlag für seine Entscheidung gab ein Ruf des österreichischen Teamchefs Ralf Rangnick, der eine zentrale Rolle in diesem Prozess spielte.
Wanner wuchs in Amtzell auf, einem kleinen Ort in Oberschwaben nahe der österreichischen Grenze. Mit 13 Jahren verließ er Ravensburg, um in die Jugendakademie des FC Bayern München einzutreten. Im Laufe der Jahre absolvierte er 27 Länderspiele für deutsche Nachwuchsteams, zuletzt für die U21 im Oktober 2025.
Schon im November 2021 hatte DFB-Teamchef Julian Nagelsmann geplant, ihn erstmals in die A-Nationalmannschaft zu berufen – doch Wanner lehnte ab. Stattdessen entschied er sich für Österreich, was sein Engagement im deutschen Nachwuchsbereich beendete. U21-Trainer Antonio Di Salvo bedauerte den Schritt, erkannte aber Wanners Potenzial an und respektierte seine Wahl vor der WM 2026.
Die FIFA genehmigte den Verbandswechsel bis zum 16. März 2026. Nur wenige Tage später stieß Wanner unter Rangnick zum Trainingslager der österreichischen A-Nationalmannschaft. Anschließend wurde er für die WM-Vorbereitungsspiele gegen Ghana (27. März) und Südkorea (31. März) nominiert – gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Carney Chukwuemeka.
Als kreativer Mittelfeldregisseur glänzt Wanner durch sein Dribbling und präzise Vorlagen. Er selbst gibt die klassische Zehner-Rolle als seine bevorzugte Position für die österreichische Nationalmannschaft an. Nun hofft er, dass Rangnick auch über die WM hinaus Teamchef bleibt.
Mit dem Wechsel zu Österreich endet Wanners Laufbahn in den deutschen Nachwuchsteams – und ein neues Kapitel beginnt. Bei den anstehenden WM-Testspielen wird er um seinen Platz in Rangnicks Kader kämpfen. Der Schritt spiegelt auch seinen langfristigen Wunsch wider, das Land seiner Mutter auf internationaler Bühne zu vertreten.






