15 May 2026, 16:25

Pflegereform droht: Heimbewohner sollen bis zu 20.000 Euro mehr zahlen

Plakat mit der Aufschrift "28,2 Millionen Amerikaner warten noch auf Obamacare und bleiben unversichert" mit einem Logo unten.

Pflegereform droht: Heimbewohner sollen bis zu 20.000 Euro mehr zahlen

Deutschlands Pflegesystem steht unter Druck, während Gesundheitsministerin Nina Warken bis Mitte Mai ein Sparpaket vorlegen will. Die Reformen sollen ein prognostiziertes Defizit von 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren abwenden. Doch Kritiker warnen, dass die geplanten Änderungen Bewohner von Pflegeheimen und Angehörige, die Pflegeleistungen erbringen, hart treffen könnten.

Aktuell zahlen Heimbewohner im Schnitt 3.200 Euro pro Monat aus eigener Tasche. Das System gleicht einen Teil der Kosten durch Zuschüsse aus, die mit der Dauer des Pflegeaufenthalts steigen. Doch zu Warkens geplanten Maßnahmen gehört auch, diese Zuschüsse hinauszuzögern – was die Eigenbeteiligung der Betroffenen erhöhen würde.

Eine Studie von Heinz Rothgang zeigt, dass die Reformen die monatlichen Kosten für Bewohner um 161 Euro steigen lassen könnten. Über viereinhalb Jahre summiert sich das auf fast 20.000 Euro zusätzliche Belastung. Gleichzeitig erwartet Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, dass Warken auch vorschlagen wird, die Rentenansprüche von pflegenden Angehörigen zu halbieren.

Storm fordert die Ministerin auf, die Reformen zu stoppen, und argumentiert, sie könnten die Pflegekrise weiter verschärfen. Ohne Änderungen droht dem Pflegeversicherungssystem jedoch ein wachsendes Finanzloch.

Das Sparpaket soll Mitte Mai vorgestellt werden. Falls es verabschiedet wird, müssen Heimbewohner und pflegende Angehörige mit höheren Kosten rechnen. Die Regierung betont, die Reformen seien notwendig, um die Finanzstabilität des Systems zu sichern.

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