30 May 2026, 12:18

Quizkandidat ketten sich in Zwangsjacke gegen AfD-Bundeszwang an

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Quizkandidat ketten sich in Zwangsjacke gegen AfD-Bundeszwang an

Ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat hat sich in einer ungewöhnlichen Protestaktion vor dem Magdeburger Dom angekettet. Maik Sawatzke demonstriert damit gegen die Drohung der rechtsextremen AfD, im Falle eines Wahlsiegs bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Bundeseingriff zu erzwingen. In einem Zwangsjacke gekleidet, skandierte er Parolen, während seine Partnerin Uta ihn mit Schokolade und Sekt versorgte.

Im Mittelpunkt von Sawatzkes Protest steht der AfD-Vorschlag, einen selten genutzten Passus im Grundgesetz zu aktivieren. Diese Bestimmung ermöglicht es der Bundesregierung, Entscheidungen eines Landes außer Kraft zu setzen, wenn diese als überzogen gelten. Sein Ruf „Nieder mit dem Bundeszwang!“ hallte über den Platz, während Passanten zusahen.

Der Demonstrant ist für seine skurrilen öffentlichen Auftritte bekannt. Als ehemaliger „Telefonjoker“ bei „Wer wird Millionär?“ scheiterte er einst an einer Frage über ein Dresdner Wahrzeichen. Beruflich verdient er sein Geld als Quizkandidat – im Laufe der Jahre gewann er sieben Toaster und vier Bügeleisen. Daneben arbeitet er als Miet-Demonstrant, gelegentlich sogar für die AfD selbst.

Trotz desselben Nachnamens sind Sawatzke und Uta nicht verheiratet. Scherzhaft erklärten sie, sie würden heiraten, falls die AfD an die Macht käme – „um jede Inzest-Vermutung über Sachsen-Anhalt zu vermeiden“. Die lockeren Bemerkungen des Paares standen im Kontrast zur ernsten politischen Botschaft der Demonstration.

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Der Protest unterstreicht die angespannte Stimmung vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt. Sawatzkes theatralische Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf die Pläne der AfD für einen Bundeseingriff. Ob seine Aktion die öffentliche Meinung beeinflussen wird, bleibt ungewiss – doch die Demonstration hat bereits lokale Diskussionen ausgelöst.

Quelle