10 April 2026, 14:27

Rapsglanzkäfer 2026: Wann sich die Bekämpfung für Landwirte wirklich lohnt

Ausführliche Abbildungen verschiedener Bienenarten mit begleitendem Text auf einer Buchseite.

Rapsglanzkäfer 2026: Wann sich die Bekämpfung für Landwirte wirklich lohnt

Winterraps entwickelt sich in diesem Frühling in vielen Regionen gut. Die Pflanzen strecken sich bereits, und die Hauptblütenstände sind nun sichtbar. Dennoch müssen Landwirte wachsam bleiben, denn der Rapsglanzkäfer droht 2026 erneut die Erträge zu gefährden.

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Der Rapsglanzkäfer bleibt auch in dieser Saison eine zentrale Herausforderung für die Anbauer. Experten raten, dass sich eine Behandlung nur dann wirtschaftlich lohnt, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe nachgewiesen werden. Die genaueste Methode ist das direkte Zählen der Käfer an den Pflanzen – nicht das Auswerten von Gelbschalen-Fängen.

Landwirte sollten ihre Schläge mehrmals kontrollieren und die Käferzahlen entlang von Transekten im Bestand erfassen. Falls ein Eingriff nötig ist, können zwischen den Wachstumsstadien BBCH 51 und 59 acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri eingesetzt werden. Allerdings verbietet die Pflanzenschutzmittel-Verordnung (VV 553) die Kombination dieser Wirkstoffe mit Netzmitteln oder anderen Zusatzstoffen.

Für eine bienenfreundlichere Alternative stehen tau-fluvalinathaltige Produkte wie Mavrik Vita oder Evure zur Verfügung – selbst nach dem Stadium BBCH 59. Bei gleichzeitigem Befall durch Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer kann Trebon 30 EC verwendet werden, allerdings nur außerhalb der Bienenflugzeit.

In diesem Jahr könnten viele Schläge ganz ohne Insektizide auskommen. Das spart den Landwirten Kosten, schont die Umwelt und beeinträchtigt dennoch nicht die Gesundheit der Bestände.

Die Anbauer werden aufgefordert, die Käferpopulationen genau zu beobachten, bevor sie über Behandlungen entscheiden. Der richtige Ansatz vereint Schädlingsbekämpfung mit Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Durch sorgfältige Feldkontrollen lässt sich in dieser Saison oft auf unnötige Spritzungen verzichten.

Quelle