RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Kommerz – wer gewinnt den Kampf um Cassiopeia & Co.?
Joseph KreuselRAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Kommerz – wer gewinnt den Kampf um Cassiopeia & Co.?
Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines historischen Kulturzentrums, ist ungewiss. Die private Eigentümerin, die Kurth Group, liegt mit der Stadt in einem Streit über die Bebauungspläne. Mieter wie der Club Cassiopeia könnten bald zum Auszug gezwungen werden.
Das RAW-Gelände begann einst als Reichsbahn-Ausbesserungswerk. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem lebendigen Kulturort mit Clubs und Veranstaltungsräumen. Doch nun droht sein Charakter durch einen Entwicklungsstreit verloren zu gehen.
Die Kurth Group wirft Berlin vor, frühere Vereinbarungen gebrochen zu haben. Das Unternehmen fordert eine beschleunigte Baugenehmigung für Wohnungen. Der Konflikt dreht sich darum, wie viele Wohnungen entstehen sollen – und ob die historischen Hallen, in denen Clubs und Kulturstätten beheimatet sind, erhalten bleiben.
Einige Mieter haben bereits Räumungsklagen erhalten. Der Club Cassiopeia könnte bereits nächste Woche geräumt werden. Als Reaktion forderten Senat und Bezirksamt weitere Gespräche, um die einzigartige Identität des Geländes zu bewahren.
Die Verhandlungen zwischen Eigentümerin und Stadt laufen noch. Das Ergebnis wird entscheiden, wie sich Neubauwohnungen und der Erhalt des kulturellen Erbes des RAW-Geländes die Waage halten. Die Räumungsdrohungen bleiben vorerst bestehen.
