Rekordbeschäftigung in erneuerbaren Energien – doch politische Risiken drohen
Artur HofmannRekordbeschäftigung in erneuerbaren Energien – doch politische Risiken drohen
Beschäftigung im deutschen Erneuerbare-Energien-Sektor erreicht neuen Rekord
Im Jahr 2025 unterstützte die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland 436.000 Arbeitsplätze – ein Plus von fast vier Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand von 2023. Das Wachstum unterstreicht die zunehmend wichtige Rolle des Sektors für die Wirtschaft.
Die Windenergie bleibt mit 172.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber, gefolgt von der Biomasse mit rund 97.000 Jobs. Die Solarenergie bietet fast 90.000 Menschen Arbeit, während die Wärmepumpenbranche etwa 72.000 Arbeitsplätze schafft.
Die zugrundeliegende Studie warnt jedoch vor Risiken für diese positive Entwicklung. Frühere politische Kurswechsel – wie die Kürzung von Solarförderungen oder Änderungen bei den Ausschreibungsregeln für Windenergie – haben bereits zu erheblichen Jobverlusten geführt. Ein ähnliches Muster zeigte sich in der Photovoltaik-Industrie, wo die Dominanz ausländischer Hersteller trotz steigender Installationszahlen zu einem Rückgang der Beschäftigung führte.
Die Forscher stellen einen direkten Zusammenhang zwischen stabiler politischer Unterstützung und der Schaffung von Arbeitsplätzen fest. Roman Wink von der Bertelsmann Stiftung betonte, dass eine Hemmung des Ausbaus erneuerbarer Energien das aktuelle Wachstum umkehren und Zehntausende Arbeitsplätze gefährden könnte.
Der Sektor der erneuerbaren Energien beschäftigt heute mehr Menschen denn je. Doch instabile politische Rahmenbedingungen könnten diesen Fortschritt zunichtemachen. Ein verlässliches und konsistentes Förderumfeld gilt als entscheidend, um diese Arbeitsplätze zu sichern und weiter auszubauen.
