30 April 2026, 08:28

Rekordbeteiligung beim Operettenwettbewerb – doch der Grand Prix bleibt leer

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang und Text mit Festivalinformationen

Rekordbeteiligung beim Operettenwettbewerb – doch der Grand Prix bleibt leer

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller mit Rekordbeteiligung beendet

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die 10. Ausgabe des Internationalen Wettbewerbs für junge Operetten- und Musicaldarsteller ist mit einer Rekordzahl an Bewerbungen zu Ende gegangen. Über 100 Teilnehmer aus ganz Russland und darüber hinaus – darunter aus Minsk und Taschkent – traten bei dieser Jubiläumsausgabe an. Zum ersten Mal seit Jahren überstieg die Zahl der Operettenbeiträge leicht die der Musicals, was einen Wandel in den Trends markiert.

In diesem Jahr zog der Wettbewerb mehr als 100 Künstler an, darunter russisches Nachwuchstalent sowie internationale Teilnehmer aus Belarus und Usbekistan. Anders als in den Vorjahren führte die Operette mit 56 Einreichungen knapp vor den Musicals, die 50 Beiträge verzeichneten. Zudem stieg die Zahl der Studierenden von Musikhochschulen, von denen viele eigentlich auf klassische Oper spezialisiert sind und nicht auf leichtere theaternahe Formen.

Die Jury vergab jedoch keinen Grand Prix – eine seltene Auszeichnung, die in der Geschichte des Wettbewerbs bisher nur einmal verliehen wurde. Stattdessen wurden ungewöhnlich viele Preise vergeben, darunter Sonderauszeichnungen von Partnerorganisationen sowie benannte Ehrungen zu Ehren legendärer Künstler. Jurymitglied Georgi Isaakjan betonte die Stärke der Operettenaufführungen und bezeichnete einige Beiträge als "wahre Offenbarungen". Gleichzeitig unterstrich er die Notwendigkeit, dass die Künstler die Zukunft des Genres aktiv mitgestalten.

Der langjährige Teilnehmer Maxim Isaakowitsch merkte an, dass sich der Wettbewerb nur durch seine Teilnehmenden weiterentwickle. Er äußerte jedoch Bedenken über den Rückgang starker Operettentalente – eine Herausforderung für künftige Ausgaben. Wie in den vergangenen Jahren stachen auch diesmal nur wenige der 100 Bewerber wirklich heraus, manchmal hinterließ sogar nur ein einziger Künstler einen bleibenden Eindruck bei der Jury.

Die Jubiläumsausgabe endete mit einer breiteren Preisvergabe, aber ohne Grand-Prix-Gewinner. Die leicht gestiegene Beliebtheit der Operette und die wachsende Beteiligung von Studierenden der klassischen Musik deuten auf eine allmähliche Veränderung des Wettbewerbscharakters hin. Der Fokus der Jury auf die Förderung der Zukunft des Genres unterstreicht die anhaltende Rolle des Wettbewerbs bei der Prägung junger Talente.

Quelle