Sachsen-Anhalts Handwerk kämpft mit Kostenexplosion und sinkenden Umsätzen
Lilian BarthSachsen-Anhalts Handwerk kämpft mit Kostenexplosion und sinkenden Umsätzen
Handwerksbranche in Sachsen-Anhalt steht vor großen Herausforderungen
Der Handwerkssektor in Sachsen-Anhalt sieht sich in diesem Frühjahr mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Eine aktuelle Umfrage der Handwerkskammer Magdeburg zeigt weitverbreitete Verunsicherung: Viele Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten und sinkenden Umsätzen.
Wie das Statistische Landesamt meldet, verzeichnete insbesondere das Baugewerbe einen deutlichen Rückgang. Die Erlöse brachen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 12 Prozent ein. Auch Kfz-Werkstätten, das Nahrungsmittelhandwerk und gesundheitsnahe Handwerksbetriebe mussten Umsatzeinbußen hinnehmen.
Dagegen schnitten handwerkliche Dienstleister mit Privatkunden etwas besser ab: Friseure und Fotografen verzeichneten sogar leichte Umsatzsteigerungen. Dennoch bleibt die Gesamtlage düster – in fast allen Sparten des Handwerks kommt es zu Stellenabbau.
Steigende Beschaffungskosten, vor allem für Energie und Treibstoffe, verschärfen die Situation zusätzlich. Unternehmen nennen fehlende Planungssicherheit als Hauptgrund für die Zurückstellung von Investitionen. Bundesweit fordern Handwerksvertreter nun politische Reformen, um die Krise zu bewältigen.
Die vorläufigen Zahlen aus dem Quartalsbericht zum Handwerk zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Die Beschäftigtenzahlen sinken, und die konjunkturelle Schwäche belastet die Branche weiter. Die Forderung nach Maßnahmen zur Wiederherstellung von Stabilität und Vertrauen wird immer dringlicher.






