Satelliten revolutionieren Mobilfunk: Wie OQ Technology und Telekom Lücken in Deutschland schließen
Artur HofmannSatelliten revolutionieren Mobilfunk: Wie OQ Technology und Telekom Lücken in Deutschland schließen
Deutsche Telekommunikationsunternehmen setzen zunehmend auf Satellitennetze, um die Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Regionen zu verbessern. Neue Partnerschaften und anstehende Satellitenstarts sollen dort Lücken schließen, wo herkömmliche Signale nur schwer hinkommen. Ein zentraler Akteur in diesem Bereich ist das Unternehmen OQ Technology, das in den kommenden Jahren seine Satellitenflotte deutlich ausbauen will.
Das europäische Unternehmen, das unabhängig von US-Regulierungen agiert, treibt seine Satellitenpläne konsequent voran. Noch 2023 soll eine neue Generation von Satelliten starten, die bidirektionale Kommunikation und schnellere Reaktionszeiten ermöglichen. Bis Ende 2027 plant OQ Technology, 48 Satelliten im Orbit zu haben, die alle 30 Minuten aktualisierte Abdeckung bieten. Langfristig strebt das Unternehmen bis 2028 oder 2029 eine Flotte von 150 Satelliten an, um durchgehende Konnektivität für datenintensive Anwendungen zu gewährleisten.
Die Satelliten werden auf Standard-Mobilfunkfrequenzen betrieben, sodass herkömmliche Smartphones ohne zusätzliche Hardware eine Verbindung herstellen können. Dieser Ansatz richtet sich besonders an Notfallsituationen und unterversorgte Gebiete, in denen bodengestützte Netze versagen. O2 Telefónica bereitet bereits Tests mit OQ Technology in Mecklenburg-Vorpommern vor, die Anfang 2027 beginnen sollen.
Auch andere Anbieter setzen auf lösungen aus dem All. Die Deutsche Telekom kooperiert mit Starlink, um den Empfang in abgelegenen Gebieten zu verbessern – die Dienste sollen ab 2028 verfügbar sein. Gleichzeitig arbeitet Vodafone in einem Joint Venture mit AST SpaceMobile an einer eigenen Lösung, allerdings steht ein Starttermin in Deutschland noch nicht fest.
Satellitennetze entwickeln sich zunehmend zu einer praktischen Ergänzung der deutschen Mobilfunkinfrastruktur. Da mehrere Anbieter in die Technologie investieren, könnten ländliche Regionen und Notfallkommunikation in den nächsten Jahren deutlich profitieren. Die ersten Dienste sollen bereits ab 2027 starten – und dank der Kompatibilität mit bestehenden Mobilgeräten einer breiten Nutzerschaft zugänglich sein.






