Schnieder lehnt mehr Geld für die Bahn ab – und fordert Effizienz statt Milliarden
Lilian BarthSchnieder lehnt mehr Geld für die Bahn ab – und fordert Effizienz statt Milliarden
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen nach zusätzlichen Mitteln für die Deutsche Bahn zurückgewiesen. Er betont, das Unternehmen verfüge bereits über ausreichend finanzielle Mittel, um seine Leistungen zu verbessern. Für die aktuelle Legislaturperiode sind fast 170 Milliarden Euro für den Bahnkonzern vorgesehen, davon über 106 Milliarden Euro speziell für Schienenprojekte.
Zu dem Thema erklärte Schnieder, die Deutsche Bahn müsse sich darauf konzentrieren, die vorhandenen Gelder effizienter einzusetzen. Statt weiterer finanzieller Unterstützung forderte er mehr Effizienz, eine schnellere Digitalisierung sowie einen zügigeren Ausbau der Infrastruktur.
Der Minister schloss zudem kurzfristige, flächendeckende Verbesserungen der Netzzuverlässigkeit aus. Allerdings verwies er darauf, dass jedes abgeschlossene Bauprojekt schrittweise zur Stabilität des Systems beitrage. Modernisierung der Infrastruktur und Optimierung der Betriebsabläufe müssten nach seinen Worten weiterhin höchste Priorität haben.
Die Deutsche Bahn verfügt in dieser Legislaturperiode über erhebliche finanzielle Spielräume. Mit der Haltung des Ministers steht das Unternehmen nun vor der Aufgabe, die Ausgaben für Digitalisierung und Infrastruktur gezielt zu optimieren. Auf diese Weise sollen sich die Leistungsfähigkeit des Netzes nach und nach verbessern.
