Solinger Grünen begrüßen CDU-Kompromiss beim Fronhof – doch Streit um Unterführung bleibt
Joseph KreuselSolinger Grünen begrüßen CDU-Kompromiss beim Fronhof – doch Streit um Unterführung bleibt
Solinger Grünen begrüßen Kurswechsel der CDU beim Fronhof-Umbau – Streit um Überwachung der Ohligser Unterführung
Die Solinger Grünen haben den Positionswechsel der CDU bei der Neugestaltung des Fronhofs begrüßt. Die Kehrtwende ebnet den Weg für die längst überfälligen Pläne zur Belebung der Innenstadt. Gleichzeitig entzündet sich eine neue Debatte über Sicherheitsmaßnahmen an der Ohligser Unterführung.
Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hatte kürzlich vorgeschlagen, die Einführung von Videoüberwachung in der Ohligser Unterführung zu prüfen. Der Vorstoß folgt auf Bedenken zur Sicherheit in dem Bereich. Die Grünen zeigen sich jedoch skeptisch: Die Unterführung sei kein Kriminalitätsschwerpunkt, und Kameras könnten die bürgerlichen Freiheitsrechte einschränken. Stattdessen setzen sie auf bessere Beleuchtung, regelmäßige Reinigung, soziale Aufsicht und zuverlässige Instandhaltung, um die Sicherheit zu erhöhen.
In einer anderen Angelegenheit lobten die Grünen die überarbeitete Haltung der CDU zum Fronhof. Helga Bisier, Grünen-Vertreterin im Stadtbezirksrat Mitte, zeigte sich erleichtert, dass das Projekt nun vorankommen könne. Die Partei strebt ein lebendigeres Stadtzentrum an – mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wasserspielen und modernisiertem Pflaster. Zwar unterstützen die Grünen auch die CDU-Pläne zur Sanierung der Ohligser Unterführung, doch für sie hat gestalterische Aufwertung Vorrang vor Überwachungsmaßnahmen.
Die Grünen wollen mit ihren Vorschlägen ein sicheres, einladendes Umfeld schaffen, ohne die persönlichen Freiheiten einzuschränken. Ihr Fokus liegt auf praktischen Verbesserungen statt auf Kontrollinstrumenten.
Die Umgestaltung des Fronhofs kann nun mit breiterer politischer Unterstützung voranschreiten. Die Diskussionen um die Ohligser Unterführung hingegen dauern an – die Grünen plädieren hier für lösungsorientierte Stadtplanung statt für Überwachung. Die Ergebnisse werden nicht nur das Gesicht der Stadt prägen, sondern auch ihren Umgang mit öffentlicher Sicherheit.






