Sozialwohnungen in Deutschland 2024: Dramatischer Rückgang trotz Bundesförderung
Artur HofmannSozialwohnungen in Deutschland 2024: Dramatischer Rückgang trotz Bundesförderung
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft 2024 weiter – deutliche Verluste in mehreren Bundesländern
Im Jahr 2024 ist der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland weiter zurückgegangen, wobei mehrere Bundesländer erhebliche Verluste meldeten. Allein in Berlin fehlten 2.957 Wohnungen, während die bundesweiten Zahlen einen breiten Rückgang zeigten. Kritiker verweisen auf die wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage.
2024 verzeichnete Berlin ein Minus von 2.957 Sozialwohnungen. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den Mietpreisbindungen genommen. Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 18.538 weniger Wohnungen den größten Nettoverlust, gefolgt von Bayern mit einem Rückgang um 2.790 Einheiten.
Einzig Baden-Württemberg konnte einen leichten Zuwachs verbuchen und legte um 3.046 Wohnungen zu. Ende 2024 gab es bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen. Im Studentenwohnheimsektor gab es hingegen einen Zuwachs: 4.701 neue Plätze in Wohnheimen entstanden.
Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, kritisierte die insgesamt prekäre Lage und schätzte das bundesweite Defizit auf etwa eine Million Wohnungen. Bis Ende 2025 war die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 20.000 Wohnungen gesunken. Als Reaktion darauf kündigte Bundesbauministerin Verena Hubertz bis 2029 Bundesmittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro an.
Der Rückgang bei Sozialwohnungen stellt viele Regionen vor große Herausforderungen, die Nachfrage zu decken. Zwar soll die Bundesförderung die Engpässe mildern, doch bleibt die Lücke beträchtlich. Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, den bezahlbaren Wohnraum deutlich auszubauen.






