Streit um Solinger Theater: Studie unter Voreingenommenheits-Verdacht und CO₂-Kritik
Siglinde WerneckeStreit um Solinger Theater: Studie unter Voreingenommenheits-Verdacht und CO₂-Kritik
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer Szenariostudie zum Solinger Theater- und Konzertsaal geübt. Die Studie sei voreingenommen und vernachlässige zentrale Aspekte, so der Vorwurf. Die Debatte über die Zukunft des Gebäudes droht in den kommenden Tagen weiter an Schärfe zu gewinnen.
Die Fraktion wirft der Untersuchung vor, entscheidende Faktoren wie den grauen CO₂-Fußabdruck und die Existenz eines unterirdischen Bunkers außer Acht zu lassen. Zudem sei sie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden, was ihre Neutralität untergrabe.
SG_zukunft lehnt Pläne ab, das Haus abzureißen, um Platz für eine neue Feuerwehr- und Rettungswache zu schaffen. Als Beispiel für unzuverlässige Kostenschätzungen bei öffentlichen Bauvorhaben verweisen sie auf das Projekt der Feuerwache Ohligs, das mit über 20 Millionen Euro über dem Budget lag. Bedenken wegen des Verkehrsaufkommens am geplanten Standort verstärken ihre Skepsis.
Am Montag werden die Ergebnisse der Studie veröffentlicht, gefolgt von einer Ratssitzung, in der über das weitere Vorgehen entschieden wird. Weitere Beratungen in den politischen Gremien stehen später in der Woche an.
Die Fraktion betont, dass kultureller Wert sich nicht allein in wirtschaftlichen Kennziffern messen lasse. Bestehende Kulturstätten müssten wo immer möglich erhalten bleiben. Der politische Streit um die Zukunft des Theaters wird damit voraussichtlich weiter eskalieren.
