Tempo 50 zum Schutz seltener Feuersalamander in Niedersachsen eingeführt
Joseph KreuselTempo 50 zum Schutz seltener Feuersalamander in Niedersachsen eingeführt
Neues Tempo-50-Limit zum Schutz von Amphibien in Niedersachsen
Auf einer Landstraße in Niedersachsen wird bald eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h eingeführt. Die Maßnahme soll Amphibien schützen – darunter den bedrohten Feuersalamander. Betroffen ist die L629, eine wichtige Verbindung nahe des Elm-Waldes zwischen Erkerode und Tetzelstein.
Die Tempobeschränkung gilt jährlich von Mitte Mai bis Ende September auf einem Abschnitt der L629 in der Nähe des Gasthauses Reitlingstal im Landkreis Wolfenbüttel. Ziel ist es, die Zahl der überfahrenen Tiere zu verringern und schädliche Druckwellen durch vorbeifahrende Fahrzeuge zu reduzieren.
Besonders im Fokus stehen Feuersalamander, die durch ihre auffällige schwarz-gelbe oder orange Färbung bekannt sind. Bei Gefahr sondern sie ein Hautgift ab, weshalb man sie nicht anfassen sollte. Ihre Paarungszeit reicht von Anfang März bis Mai, während sich die Larven bis September entwickeln.
Die Population der Feuersalamander im Elm-Wald ist landesweit von Bedeutung. Doch sie sind durch Straßenverkehr, Lebensraumverlust und die tödliche Salamanderpest bedroht. Auch andere geschützte Arten wie der Kammmolch und der Springfrosch wandern entlang dieser Strecke.
Die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt während der wärmsten Monate des Jahres in Kraft. Die Behörden hoffen, damit die Amphibien in ihren kritischen Phasen der Fortpflanzung und Wanderung zu schützen. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bemühungen, die gefährdete Tierwelt in der Region zu erhalten.






