Umstrittene Resolution in Norddeutschland bezeichnet Israel als "koloniales Projekt"
Lilian BarthUmstrittene Resolution in Norddeutschland bezeichnet Israel als "koloniales Projekt"
Eine umstrittene Resolution, die in Norddeutschland verabschiedet wurde, hat für Aufsehen gesorgt, nachdem sie Israel als ein "koloniales und rassistisches Projekt" bezeichnet hatte. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag fordert zudem eine vollständige Ablehnung des Zionismus in der offiziellen Haltung der Partei. Kritiker werfen der Initiative vor, sie breche mit demokratischen Grundsätzen und deute auf eine politische Neuausrichtung der Gruppe hin.
Die Verabschiedung der Resolution wurde in den sozialen Medien gefeiert – ein Instagram-Beitrag löste jedoch umgehend scharfe Kritik aus. Das veröffentlichte Bild zeigte eine Karte, auf der Israel vollständig getilgt war. An dessen Stelle befanden sich palästinensische Symbole, eine FriedensTaube sowie Hammer und Sichel – ein Emblem, das eng mit der kommunistischen Ideologie verbunden ist.
Verfassungsexperten warnen, dass die in der Resolution verwendete Sprache und Bildsprache einen besorgniserregenden Bruch mit demokratischen Werten darstelle. Besonders die Verwendung von Hammer und Sichel habe Befürchtungen geweckt, die Gruppe rücke zunehmend in Richtung linksextremer Positionen. Gleichzeitig hat die pauschale Forderung nach einer Ablehnung des Zionismus die Prüfung der sich wandelnden Programmatik der Partei weiter verschärft.
Die Annahme der Resolution wirft bei Rechts- und Politikwissenschaftlern Fragen nach den langfristigen Folgen auf. Die getilgte Karte und die ideologischen Symbole haben die Spaltungen innerhalb der Partei vertieft. Verfassungsexperten beobachten weiterhin, ob solche Schritte den Stand der Gruppe in der politischen Mitte gefährden könnten.






