Unterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende Rekordwerte
Lilian BarthUnterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende Rekordwerte
Schulen in Westthüringen kämpfen mit wachsender Krise durch Unterrichtsausfälle
Die weiterführenden Schulen in Westthüringen stehen vor einer immer größeren Krise durch entfallene Unterrichtsstunden. Die Landesregierung bestätigte, dass zahlreiche Stunden ohne Ersatz gestrichen werden. Dies führt zu Lernrückständen und belastet sowohl das Schulpersonal als auch die Familien zusätzlich.
Aktuelle Daten zeigen alarmierende Zahlen an mehreren Schulen: An der Rhön-Ulstertal-Schule in Geisa fielen im Frühjahrstrimester 2025/26 21,2 Prozent des Unterrichts aus – besonders betroffen waren die Fächer Englisch, Mathematik und Sport. An der Ersten Gemeindeschule in Bad Salzungen wurden 24,2 Prozent der Frühjahresstunden gestrichen, nachdem der Ausfall im Herbst 2025 mit 36,4 Prozent einen Höchststand erreicht hatte. Die Staatliche Regelschule Dermbach verzeichnet derzeit mit 25,7 Prozent die höchste Ausfallquote in diesem Frühjahr.
Der Großteil des ausgefallenen Unterrichts bleibt unkompensiert. Eltern und Lehrkräfte kämpfen darum, die Lücken zu schließen. Der CDU-Politiker Martin Henkel bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und fordert dringende Reformen.
Die Landesregierung räumt ein, dass das Problem gravierend ist. Als Gegenmaßnahmen wurden verbesserte Personalgewinnung und der Einsatz von Vertretungskräften eingeleitet, um den Mangel zu lindern. Henkel betont, dass die Kinder in der Region nicht länger die Hauptleidtragenden der Personalknappheit sein dürften. Er erwartet von der Schulbehörde Westthüringen, dass sie schnell handelt und die Ausfallquoten noch vor Beginn des nächsten Schuljahres deutlich senkt.
Das Land hat die Problematik anerkannt und erste Schritte eingeleitet. Die betroffenen Schulen hoffen, dass die Maßnahmen die Störungen verringern und wieder für Stabilität sorgen. Ohne weitere Verzögerungen muss die Behörde sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler die Bildung erhalten, die ihnen zusteht.






