VBU warnt vor Minijob-Reform: Höhere Kosten und weniger Flexibilität drohen
Artur HofmannVBU warnt vor Minijob-Reform: Höhere Kosten und weniger Flexibilität drohen
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Der Vorschlag sorgt für Besorgnis über steigende Kosten und geringere Flexibilität – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.
Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder starke Einschränkung von Minijobs wie eine versteckte Steuer- und Abgabenbelastung wirken würde. Beschäftigte hätten weniger Netto vom Brutto, während Unternehmen mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Anpassungsfähigkeit konfrontiert wären.
Der Verband betont die Bedeutung von Minijobs für die Bewältigung saisonaler Spitzen und kurzfristiger Personalengpässe. Branchen wie das Handwerk, der Einzelhandel, die Gastronomie und soziale Dienstleistungen sind auf sie angewiesen, um Schwankungen in der Arbeitsbelastung auszugleichen.
Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und Unternehmen stärker zu unterstützen. Gleichzeitig warnt der Verband, dass ein Wegfall der Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schwächen könnte. Die Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung Änderungen bei der geringfügigen Beschäftigung prüft – eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Die Warnung des VBU unterstreicht die möglichen wirtschaftlichen Folgen einer Minijob-Reform. Unternehmen in Schlüsselbranchen könnten mit höheren Kosten und eingeschränkten Personallösungen kämpfen. Bisher hat die Regierung noch keine gesetzlichen Änderungen beschlossen.
