Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Joseph KreuselVersteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Die Versteigerung des Quartier 206, eines bedeutenden Gewerbeobjekts an der Berliner Friedrichstraße, ist gescheitert. Das Amtsgericht Mitte lehnte das höchste Gebot von 40 Millionen Euro als viel zu niedrig ab. Der geschätzte Marktwert der Immobilie liegt bei rund 187 Millionen Euro.
Die gescheiterte Auktion folgte auf zwei während der Verhandlung abgegebene Angebote. Das Gericht entschied jedoch, dass keines der Gebote die geforderte Mindestgrenze von mindestens 50 Prozent des Immobilienwerts erreichte. Die Entscheidung über den Verkauf wurde daher bis zu diesem Freitag vertagt.
Der Komplex, der zwischen dem ehemaligen Kaufhaus Galeries Lafayette und dem Bürogebäude Quartier 205 liegt, bildet das Zentrum der Friedrichstadt-Passage. Große Teile des Objekts stehen seit Jahren leer – trotz der erstklassigen Lage.
Das Urteil des Amtsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Beide Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, beim Landgericht Berlin Einspruch einzulegen.
Ohne ein gültiges Gebot bleibt die Zukunft des Quartier 206 ungewiss. Die Ablehnung des 40-Millionen-Angebots durch das Gericht lässt die Immobilie vorerst in der Schwebe. In den kommenden Wochen könnten weitere rechtliche Schritte folgen.






