VW plant Werksschließungen und 100.000 Stellenabbau – die Angst wächst
Joseph KreuselVW plant Werksschließungen und 100.000 Stellenabbau – die Angst wächst
Volkswagen erwägt die Schließung von vier deutschen Werken, darunter Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Zudem plant der Konzern den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen weltweit – das entspricht etwa 15 Prozent der Belegschaft. Tausende Beschäftigte in der Automobilbranche blicken nun besorgt in die Zukunft.
Die deutsche Autoindustrie hat bereits erhebliche Jobverluste verzeichnet: In den vergangenen sechs Jahren ist jede siebte Stelle im Sektor weggefallen. Bereits im Mai 2023 prognostizierte der Verband der Automobilindustrie (VDA) einen weiteren Abbau von 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035.
Die möglichen Entlassungen bei Volkswagen sind in dieser Prognose noch nicht enthalten – sie könnten die Lage für die Beschäftigten weiter verschärfen. Forscher wie Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, untersuchen die Herausforderungen der Branche angesichts des tiefgreifenden Strukturwandels.
Die geplanten Werksschließungen und Stellenstreichungen bei Volkswagen würden die Beschäftigung im Sektor zusätzlich belasten. Die bisherige VDA-Schätzung von 225.000 Jobverlusten bis 2035 könnte nun nach oben korrigiert werden müssen. Beschäftigte und Branchenbeobachter verfolgen die weitere Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit.
