Warnstreik im Einzelhandel: Warum die Löhne jetzt zum Zündstoff werden
Joseph KreuselWarnstreik im Einzelhandel: Warum die Löhne jetzt zum Zündstoff werden
Ein Warnstreik im Einzelhandel nach gescheiterten Lohnverhandlungen
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen im Einzelhandel ist ein Streik ausgerufen worden. Die Arbeitgeber haben ihr ursprüngliches Angebot trotz weiterer Gespräche nicht verbessert. Nun planen Beschäftigte in mehreren deutschen Städten Proteste.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für Einzelhandelsbeschäftigte. Zudem soll die Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr steigen. Darüber hinaus pocht die Gewerkschaft auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag.
Laut aktuellem Vorschlag würden Einzelhandelsmitarbeiter erst nach sechs Monaten eine Erhöhung von 2 Prozent erhalten. Großhandelsangestellte bekämen nach monatelanger Lohnstagnation lediglich 1,8 Prozent mehr. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Anpassungen die erwartete Inflationsrate nicht ausgleichen.
Von dem Streikaufruf betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Mit Protestaktionen ist in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt am Main und Darmstadt zu rechnen.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaft als unzureichend bewertet. Da die Arbeitgeber ihr Angebot nicht nachgebessert haben, kommt es nun zum Arbeitskampf. An den Protesten werden Beschäftigte aus großen Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen teilnehmen.
