30 May 2026, 10:21

Warum internationale Studierende in Deutschland oft scheitern – trotz Fachkräftemangel

International grads drei Mal wahrscheinlicher, in Deutschland Arbeit zu finden

Warum internationale Studierende in Deutschland oft scheitern – trotz Fachkräftemangel

Internationale Studierende in Deutschland kämpfen oft um einen langfristigen Verbleib – obwohl viele bleiben möchten

Eine neue Studie zeigt die entscheidenden Faktoren auf, die ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz und eine dauerhafte Niederlassung beeinflussen. Sprachkenntnisse, praktische Erfahrungen und das Studienfach spielen dabei eine zentrale Rolle.

Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden in Deutschland konzentriert sich auf MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Dies passt zum wachsenden Bedarf des Landes an Fachkräften: Aktuell fehlen in Deutschland 148.500 MINT-Arbeitskräfte. In den nächsten zehn Jahren werden voraussichtlich weitere 1,85 Millionen Beschäftigte den Arbeitsmarkt verlassen – was den Druck auf die Personalgewinnung weiter erhöht.

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Doch nur etwa 15 Prozent dieser Studierenden haben verpflichtende Deutschkurse in ihrem Studienplan verankert. Dennoch bleibt die Beherrschung der deutschen Sprache ein starker Indikator für die Jobchancen – selbst bei Stellen, die vollständig auf Englisch ausgeführt werden. Wer Praktika, firmengebundene Abschlussarbeiten oder fachnahe Nebenjobs absolviert, steigert seine Einstellungschancen um 84 Prozent. Dagegen verringern nicht fachbezogene Minijobs die Aussichten auf eine Anstellung um etwa 28 Prozent.

Absolventen internationaler Herkunft von deutschen Hochschulen haben eine dreimal höhere Chance auf einen Arbeitsplatz als Migranten, die direkt zur Arbeit einreisen. Die Studie ergab zudem, dass 26 Prozent der Befragten, die ursprünglich nur einen vorübergehenden Aufenthalt planten, sich nach dem Einstieg in den Arbeitsmarkt für ein Bleiben in Deutschland entschieden. Wer über den Bildungsweg einwandert, möchte 1,6-mal häufiger dauerhaft im Land bleiben.

Allerdings nannten fast die Hälfte derer, die Deutschland verließen, Visaprobleme, finanzielle Schwierigkeiten, Sprachbarrieren und begrenzte Karrierechancen als Hauptgründe für ihre Abreise.

Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig praktische Berufserfahrung und Sprachkompetenzen für internationale Studierende sind, die in Deutschland bleiben möchten. Angesichts des steigenden Bedarfs an MINT-Fachkräften könnte die Fähigkeit des Landes, diese Absolventen zu halten, dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu lindern. Doch weiterhin treiben Visa- und Finanzhürden viele qualifizierte Arbeitskräfte ins Ausland.

Quelle