10 June 2026, 04:21

Weniger Neurentner 2025: Warum die Rentenstatistik überrascht und belastet

Deutsche Rentenversicherung: 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt - 30 Prozent mit Abzügen

Weniger Neurentner 2025: Warum die Rentenstatistik überrascht und belastet

Im Jahr 2025 haben in Deutschland weniger Menschen erstmals ihre Altersrente beantragt als im Vorjahr. Offizielle Zahlen zeigen einen Rückgang um 1,2 Prozent – 926.000 Neurentner erhielten erstmals Leistungen. Dennoch steigt die Gesamtzahl der Rentenbezieher weiter an, da die Lebenserwartung zunimmt.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter in Deutschland wird schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Trotzdem entscheidet sich fast ein Drittel der Neurentner weiterhin für einen vorzeitigen Bezug. Im Durchschnitt beginnen diese Personen 33 Monate vor Erreichen des regulären Renteneintrittsalters mit dem Bezug ihrer Leistungen.

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Der vorzeitige Rentenbeginn hat jedoch seinen Preis: Bei rund 30 Prozent der neu bewilligten Renten im Jahr 2025 kam es aufgrund dieser Entscheidung zu Abschlägen. Bis Ende des Jahres unterstützte das System 19,1 Millionen Rentner, wobei die Gesamtausgaben etwa 301 Milliarden Euro erreichten.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) wird diese Zahlen auf ihrer Vertreterversammlung am 10. Juni 2026 in Potsdam prüfen. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Verabschiedung des Haushaltsplans für das kommende Jahr.

Der Rückgang der Neurentner steht im Kontrast zur insgesamt wachsenden Zahl der Rentenbezieher. Da die Menschen immer älter werden und viele sich für einen vorzeitigen Ruhestand entscheiden, steigen die finanziellen Belastungen für das System. Die anstehenden Haushaltsberatungen der DRV werden sich eingehend mit diesen Herausforderungen befassen.

Quelle