Wenn das P-Konto zur Falle wird: Diakonie Fürth hilft bei Kontopfändungen
Joseph KreuselWenn das P-Konto zur Falle wird: Diakonie Fürth hilft bei Kontopfändungen
Deutschland verzeichnet monatlich zwischen 300.000 und 350.000 Kontopfändungen. Um Betroffenen bei den damit verbundenen finanziellen Herausforderungen zu helfen, veranstaltet die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth vom 15. bis 19. Juni die Aktionswoche Schuldnerberatung. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Zugang zu Geld, wenn das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) zum Problem wird.
Die Veranstaltung thematisiert häufige Schwierigkeiten mit P-Konten, die eigentlich einen grundsätzlichen Freibetrag von 1.560 Euro monatlich für Lebenshaltungskosten sichern sollen. Dennoch kommt es vor, dass Inhaber:innen trotz vorhandener Mittel abgelehnte Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen erleben. Zudem verweigern Banken mitunter die Umwandlung eines überzogenen Girokontos in ein P-Konto – selbst bei genehmigtem Disporahmen.
Gemeinschaftskonten lassen sich zudem nicht so einfach in P-Konten umwandeln wie Einzelkonten. Außerdem ändert die Einrichtung eines P-Kontos nichts an bestehenden Vertragsbedingungen wie Kontoführungsgebühren oder Zugang zur Debitkarte. Die Beratungsstelle rät Betroffenen, ihre laufenden Zahlungen an Gläubiger:innen genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie ihre existenznotwendigen Ausgaben decken können – ohne die geschützten Mittel für Schuldenrückzahlungen zu verwenden.
Die Aktionswoche Schuldnerberatung zielt darauf ab, die Öffentlichkeit über den Umgang mit finanziellen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit P-Konten aufzuklären. Sie bietet Hilfestellung, wie Grundbedürfnisse gesichert werden können, trotz der Einschränkungen durch gepfändete Konten. Die Initiative läuft noch bis zum 19. Juni und unterstützt Menschen, die von Kontopfändungen und den Begrenzungen von Schutzkonten betroffen sind.






