21 March 2026, 06:19

Wie die DDR-Symbole nach 1990 aus dem Alltag verschwanden

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, die beschrifteten Text tragen, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - Wie die DDR-Symbole nach 1990 aus dem Alltag verschwanden

Eine neue Ausstellung in Berlin zeichnet das Schicksal der verschwundenen Staatsymbolik der DDR nach. Unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht sie, wie Fahnen, Embleme und Orden nach der Wiedervereinigung aus dem öffentlichen Leben verschwanden. Die Schau ist bis Mitte November im DDR-Museum in Berlin-Mitte zu sehen.

Als die Deutsche Demokratische Republik 1990 unterging, verschwanden ihre offiziellen Symbole fast über Nacht. Fahnen, Abzeichen und Medaillen wurden von Gebäuden entfernt, im Sperrmüll entsorgt oder auf Flohmärkten verkauft. Viele landeten in Privatbesitz, andere wurden systematisch gesammelt.

Die Ausstellung fragt, warum diese Gegenstände so rasant beseitigt wurden. Einige wurden bewahrt und später in Institutionen wie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz archiviert. Andere landeten schlicht im Müll – ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit.

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Besucher können nun eine Auswahl dieser Relikte sehen, von Staatsorden bis zu Parteisymbolen. Die Präsentation zeigt, wie eine nationale Identität abgebaut wurde – und was dabei gerettet wurde.

Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in Objekte, die einst die DDR prägten. Viele wurden zerstört oder gerieten in Vergessenheit, doch einige fanden ihren Weg in Museen. Die Schau bleibt bis Mitte November für Besucher geöffnet.

Quelle