Wiesbadener Kommunalwahl: Nachzählung ändert Stadtrats-Sitze dramatisch
Siglinde WerneckeWiesbadener Kommunalwahl: Nachzählung ändert Stadtrats-Sitze dramatisch
Nachzählung der Wiesbadener Kommunalwahl verändert Zusammensetzung des Stadtrats
Eine Neuauszählung der Wiesbadener Kommunalwahl hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Durch die Korrektur verliert ein CDU-Mitglied seinen Sitz, während ein Kandidat von Die Partei neu einzieht. Zudem deckten Wahlhelfer Unregelmäßigkeiten bei den Briefwahlen auf, was Forderungen nach einer teilweisen Wiederholung der Wahl auslöste.
Der Wahlausschuss prüfte die Stimmzettel nach Bedenken wegen falscher Ungültigerklärungen. Zahlreiche Stimmen waren verworfen worden, weil Wähler zwei Parteilien markiert und zusätzlich Einzelkandidaten ausgewählt hatten. Dieser Fehler verfälschte das ursprüngliche Ergebnis.
Die endgültigen Zahlen zeigen die CDU nun mit 21 statt 22 Sitzen. Der CDU-Kandidat Martin Woitschell wird damit nicht in den Rat einziehen. Gleichzeitig sichert sich Lukas Haker von Die Partei einen Platz, was die Kräfteverhältnisse verschiebt.
Die anderen Parteien behalten ihre Mandate: SPD 18 Sitze, Grüne 12, AfD 10, kleinere Gruppen jeweils einen. Die Nachzählung könnte die Koalitionsgespräche beeinflussen und der aktuellen Regierungsmehrheit den Verbleib an der Macht erleichtern.
Unabhängig davon schlug der Ausschuss eine Wiederholungswahl für den Briefwahlbezirk im Stadtteil Nordost vor. Dort bleiben ungeklärte Unstimmigkeiten Gegenstand der Prüfung.
Die aktualisierten Ergebnisse verändern die Zusammensetzung des Wiesbadener Stadtrats: Die CDU verliert eine Vertreterin, Die Partei gewinnt einen Sitz. Eine mögliche Neuwahl in Nordost könnte die Zahlen weiter anpassen. Die Änderungen könnten die Bildung der nächsten Kommunalregierung prägen.






