Yvonne Benner warnt vor tiefer Wirtschaftskrise und fordert radikale Industriestrategie
Artur HofmannYvonne Benner warnt vor tiefer Wirtschaftskrise und fordert radikale Industriestrategie
Yvonne Benner, eine prägende Figur der deutschen Arbeiterbewegung, hat vor einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise gewarnt. Die Lage des Landes bezeichnete sie als ernst – seit sechs Jahren herrsche Stagnation. Ihre Äußerungen verband sie mit Forderungen nach einer stärkeren Industriepolitik, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Benner betonte, dass Deutschland zunehmend einem harten globalen Wettbewerb ausgesetzt sei, insbesondere durch China und die USA. Ein „fairer Wettbewerb“ in der Industrie existiere nicht mehr, so ihre Einschätzung. Ohne gezielte Investitionen und klare Prioritäten bleibe Wachstum ihrer Meinung nach unerreichbar.
Sie lehnte willkürliche Kürzungen oder die unverteilte Vergabe von Subventionen ab. Stattdessen plädierte sie für eine fokussierte Industriestrategie, die Verschwendung vermeidet. Gleichzeitig kritisierte sie Pläne zur Reform der Arbeitszeitregelungen als „absurd“ für viele Unternehmen.
Die Gewerkschaftsführerin verwies zudem auf ihre Rolle bei der Unterstützung von Beschäftigten, die mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Mieten, Energie- und Lebensmittelpreise belasten die Haushalte stark. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Gewerkschaften nicht die Aufgaben der Regierung übernehmen oder wie eine politische Partei Politik verhandeln könnten.
Benner signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft mit den Bundesbehörden, bestand aber auf einer klaren Rollentrennung. Gesetzgebung müsse beim Parlament liegen – nicht bei Gewerkschaften oder Wirtschaftsverbänden, argumentierte sie.
Ihre Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit der wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands. Angesichts anhaltender Stagnation und verschärften globalen Wettbewerbs sieht sie in einer gezielten Industriepolitik den Schlüssel zur Erholung. Nun rückt die Frage in den Fokus, wie die Regierung auf diese Handlungsaufforderungen reagieren wird.






