11 May 2026, 02:23

Zwickau in der Krise: VWs E-Auto-Werk sucht Rettung durch China-Kooperation

Schwarze und weiße Werbung für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

Zwickau in der Krise: VWs E-Auto-Werk sucht Rettung durch China-Kooperation

VWs Werk in Zwickau steht vor ungewisser Zukunft: Nachfrage nach den E-Autos der ID-Reihe bleibt hinter den Erwartungen zurück

Die Zukunft des Volkswagen-Werks in Zwickau ist ungewiss, da die Nachfrage nach den elektrischen Modellen der ID-Reihe hinter den Prognosen zurückbleibt. Produktionskürzungen und Stellenabbau haben in der Region Besorgnis ausgelöst, wo rund 40.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Werk abhängen. Nun hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: eine Kooperation mit chinesischen Automobilherstellern, um den Standort zu retten.

Das Werk in Zwickau wurde 2019 zu VWs erster rein elektrischer Fahrzeugfabrik umgerüstet. Doch die schwache Nachfrage nach den ID-Modellen zwang den Konzern, die Produktion zu drosseln und Schichten zu streichen. Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, das Werk bis zum 1. Januar 2027 vollständig in die Kernproduktion zu integrieren – dieser Beschluss wurde nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

Vor diesem Hintergrund regt Panter eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen E-Auto-Hersteller an. Sein Ziel: ungenutzte Produktionskapazitäten besser auslasten und gleichzeitig Arbeitsplätze sichern. Der Minister betonte, China habe sich als „technologischer und industrieller Innovationstreiber“ in der E-Mobilität etabliert.

Allerdings müsste eine solche Partnerschaft klare europäische Regeln und Standards erfüllen. Panter machte deutlich, dass strenge Auflagen erfüllt sein müssten, bevor chinesische Unternehmen in Zwickau produzieren könnten.

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Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Region mit den wirtschaftlichen Folgen der nachlassenden Nachfrage nach VWs Elektroautos kämpft. Sollte die Kooperation mit einem chinesischen Hersteller Realität werden, könnte dies die Zukunft des Werks sichern und Jobs erhalten. Noch jedoch wird die Idee diskutiert – regulatorische Hürden sind noch zu überwinden.

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