Abwasseranalyse enthüllt: So viel Cannabis, Kokain und Ketamin konsumieren Europas Städte
Siglinde WerneckeAbwasseranalyse enthüllt: So viel Cannabis, Kokain und Ketamin konsumieren Europas Städte
Eine neue Studie hat den Drogenkonsum in Europa untersucht, indem sie Abwasser aus 115 Städten analysierte. Die im Jahr 2025 durchgeführte Forschung maß die Konzentrationen von Cannabis, Kokain, Ketamin und anderen Substanzen. Dabei zeigte sich, dass der Cannabiskonsum stabil blieb, während sich bei anderen Drogen unterschiedliche Trends abzeichneten.
Die von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) geleitete Studie umfasste 45 Großstädte. Diese wurden nach ihrem Cannabiskonsum eingestuft, gemessen in Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich. An der Spitze stand Genf, gefolgt von Städten in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien.
Berlin belegte den vierten Platz mit 172 Milligramm pro 1.000 Einwohner und Tag. Frankfurt folgte auf Rang neun mit etwa 150 Milligramm. Mainz erreichte Platz 15 mit einem täglichen Durchschnitt von 130,6 Milligramm.
Während der Cannabiskonsum im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert blieb, veränderte sich der Gebrauch anderer Substanzen. So nahm der Konsum von Kokain und Ketamin in Europa zu, während der von MDMA zurückging.
Die Studie verfolgte zudem Rückstände von Amphetamin und Methamphetamin. Die Ergebnisse bieten einen Einblick in die Drogengewohnheiten in städtischen Gebieten.
Die Abwasseranalyse zeigt einen stabilen Cannabiskonsum in europäischen Städten, wobei deutsche Standorte wie Berlin, Frankfurt und Mainz zu den Spitzenreitern zählen. Gleichzeitig steigen die Werte für Kokain und Ketamin, während der MDMA-Konsum rückläufig ist. Die Daten liefern ein klares Bild der aktuellen Drogentrends auf dem Kontinent.






