Ainettters neuer Krimi entlarvt Machtkämpfe und Morde in Berlins Elite
Artur HofmannAinettters neuer Krimi entlarvt Machtkämpfe und Morde in Berlins Elite
Ein neuer Krimi von Wolfgang Ainetter taucht in die dunklen Abgründe der politischen Macht ein."Einigkeit, Recht und Rache" begleitet einen Wiener Ermittler, der im Regierungsviertel Berlins eine tödliche Verschwörung aufdeckt. Das Buch verbindet scharfe Satire mit einem packenden Mordfall, der sich unter der Elite abspielt.
Die Handlung beginnt mit den erschütternden Morden an einer Bundeskanzlerin und einem Finanzminister beim Bundespresseball im Berliner Hotel Adlon. André Heidergott, ein Wiener Ermittler, der für das Regierungsviertel arbeitet, wird mit der Jagd auf die Täter beauftragt. Je tiefer er gräbt, desto mehr stößt er auf ein Netz aus politischen Machenschaften, radikalen Gruppierungen und unkontrolliertem Medieneinfluss.
Ainetter, einst Bild-Journalist und heute hoher Beamter, schreibt mit beißendem Spott und einer deutlichen Verachtung für die Mächtigen. Seine Erfahrungen in der Politik – mittlerweile als Ministerialdirigent tätig – prägen den zynischen Ton des Romans. Der Höhepunkt enthüllt die Kleinlichkeit und Korruption, die hinter scheinbar sachlichen Entscheidungen lauern.
Im Haymon Verlag erschienen, trägt das 352-seitige Buch einen Hinweis: Alle Figuren bestehen darauf, nicht zu existieren. Diese spielerische Warnung unterstreicht die satirische Schärfe des Romans und wirft die Frage auf, wie viel der Geschichte reale Machtkämpfe widerspiegelt.
"Einigkeit, Recht und Rache" kostet 14,95 Euro und bietet eine provokante Mischung aus Krimi und politischer Abrechnung. Der Roman hinterlässt Leser:innen mit der Frage nach den verborgenen Kräften hinter der öffentlichen Führung. Ainettters Insiderperspektive verleiht seiner Darstellung von Ehrgeiz und Täuschung besonderes Gewicht.






