Amos Oz' Zwischen Freunden erklingt mit Lesung und Musik zum Unabhängigkeitstag
Artur HofmannAmos Oz' Zwischen Freunden erklingt mit Lesung und Musik zum Unabhängigkeitstag
Ein literarischer Abend am 13. Mai lässt Amos Oz’ Zwischen Freunden durch Lesungen und Musik lebendig werden. Die vom Katholischen Bildungswerk für Erwachsene und dem Verein Ganey Tikva organisierte Veranstaltung steht im Zeichen des nahenden israelischen Unabhängigkeitstags am 14. Mai. Heinz D. Haun wird Auszüge aus dem Buch vortragen, begleitet von Akkordeon und Cello.
Amos Oz’ Zwischen Freunden erzählt vom Leben in den Kibbuzim der späten 1950er-Jahre. Diese kollektiven Siedlungen, die bereits vor der Staatsgründung Israels 1948 entstanden, sollten eine ideale Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum verwirklichen. Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, und Ressourcen wurden gleichmäßig unter den Mitgliedern aufgeteilt.
Eine der Geschichten, Esperanto, handelt von Martin, einem Schuhmacher, der davon träumt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen. Seine Sehnsüchte spiegeln die größeren Hoffnungen und Herausforderungen des Kibbuz-Lebens wider, wo persönliche Ambitionen oft mit den kollektiven Werten kollidierten.
Beim Abend am 13. Mai wird Heinz D. Haun Passagen aus dem Buch rezitieren. Arne Meinhardt am Akkordeon und Anaïs am Cello sorgen für die musikalische Untermalung und verleihen der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre. Die Lesung fällt mit dem Jahrestag der israelischen Staatsgründung zusammen, die David Ben-Gurion am 14. Mai 1948 verkündet hatte.
Der literarische Abend bietet einen Einblick in die Ideale und Kämpfe der frühen Kibbuz-Gemeinschaften. Durch die Verbindung von Erzählung und Live-Musik ehrt die Veranstaltung sowohl Amos Oz’ Werk als auch die historische Bedeutung des israelischen Unabhängigkeitstags. Karten und weitere Informationen sind über die veranstaltenden Vereine erhältlich.






