29 March 2026, 06:25

Andrej Babiš erklärt Tschechiens Wirtschaftswunder – und warnt Europa vor Fehlern

Liniengraph, der die Beschäftigungsraten-Trends in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Andrej Babiš erklärt Tschechiens Wirtschaftswunder – und warnt Europa vor Fehlern

Die Tschechische Republik hat in den vergangenen 25 Jahren ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum erlebt – das Pro-Kopf-BIP hat sich seit dem Jahr 2000 fast vervierfacht. Nun hat der ehemalige Ministerpräsident Andrej Babiš seine Sicht darauf dargelegt, was diesen Erfolg vorangetrieben hat – und wo sich Europa ändern muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Zwischen 2000 und 2025 expandierte die tschechische Wirtschaft stetig und übertraf damit Nachbarländer wie Deutschland und Österreich, wo sich das Pro-Kopf-BIP im gleichen Zeitraum lediglich verdoppelte. In diesem Jahr lag das Wachstum bei 2,6 %, angetrieben durch eine starke Binnennachfrage, steigende Löhne und sinkende Inflation, insbesondere im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe. Babiš führt den Erfolg des Landes auf seine industrielle Stärke, die enge Verflechtung mit europäischen Lieferketten und die Qualifikationen der Arbeitskräfte zurück. Zudem betont er, dass eine solide Finanzpolitik ein entscheidender Faktor für das anhaltende Wachstum sei.

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Doch Babiš warnt, dass der aktuelle Kurs Europas diese Fortschritte gefährden könnte. Er argumentiert, dass strenge Klimavorschriften die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie schwächen. Stattdessen fordert er die EU auf, Bürokratie abzubauen, in strategische Schlüsselbranchen zu investieren und sich stärker auf die Steigerung von Wohlstand und Lebensqualität zu konzentrieren.

In seinem Heimatland setzt sich Babiš für weniger Bürokratie und eine Neuausrichtung der tschechischen Wirtschaft hin zu wertschöpfungsintensiven, innovativen Industrien ein. Gleichzeitig besteht er darauf, dass die EU die nationale Souveränität respektieren und Entscheidungen näher an den Bürgern treffen sollte – statt in Brüssel.

Die tschechische Wirtschaft ist schneller gewachsen als die vieler anderer europäischer Länder, doch Babiš ist überzeugt, dass künftiger Erfolg von Reformen abhängt. Er drängt die EU, Regulierungen zu lockern, Schlüsselindustrien zu fördern und wirtschaftliche Stabilität in den Vordergrund zu stellen. Seine Vorschläge zielen darauf ab, das Land – und Europa – in einem sich wandelnden globalen Markt wettbewerbsfähig zu halten.

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