Uniper setzt auf Windstrom aus Niedersachsen mit neuem Langzeitvertrag
Artur HofmannUniper setzt auf Windstrom aus Niedersachsen mit neuem Langzeitvertrag
Uniper schließt Langzeitvertrag für Windstrom aus Niedersachsen ab
Uniper hat einen langfristigen Liefervertrag für Windenergie mit einem kommunalen Versorger in Niedersachsen unterzeichnet. Die Vereinbarung markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens hin zu klimaneutralen Geschäftsaktivitäten. Unterdessen sind die Aktien des Konzerns seit Januar um fast 15 Prozent gestiegen, liegen aber weiterhin unter dem Höchststand des Vorjahres.
Am breiten Energiemarkt zeigt sich indes eine volatile Lage: Die Renditen deutscher Staatsanleihen erreichen ein 15-Jahres-Hoch, während die Ölpreise stark anziehen.
Im Rahmen des neuen Stromabnahmevertrags (PPA) bezieht Uniper den gesamten Strom aus einem Windpark in Niedersachsen. Die Anlage mit sechs Turbinen, betrieben von den Stadtwerken Wolfenbüttel, soll jährlich rund 9 Gigawattstunden erzeugen. Der Deal passt zu Unipers Strategie, Emissionen zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien im Portfolio auszubauen.
Der Wettbewerb im Erneuerbaren-Sektor hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Unternehmen konkurrieren zunehmend um saubere Energieverträge, da die Nachfrage steigt. Unipers jüngster Schritt folgt dem branchenweiten Trend zu langfristigen Liefervereinbarungen.
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Uniper-Aktie schloss am Freitag bei 38,60 Euro – ein Plus von etwa 14,9 Prozent seit Jahresbeginn. Allerdings liegt der Kurs noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,75 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert aktuell bei 53,8, was auf eine moderate Aufwärtsdynamik hindeutet.
Über Uniper hinaus verändern sich die Marktbedingungen: Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen haben ein 15-Jahres-Hoch erreicht, und die Ölpreise sind ebenfalls stark gestiegen – was den Druck auf die Energiepreise in ganz Europa erhöht.
Der PPA mit den Stadtwerken Wolfenbüttel sieht vor, dass der Windstrom direkt ins regionale Netz eingespeist wird. Die Vereinbarung unterstützt Unipers Abkehr von fossilen Brennstoffen und sichert gleichzeitig erneuerbare Kapazitäten. Angesichts der angespannten Energiemärkte könnten solche Verträge künftig häufiger werden, da Unternehmen nach stabilen, CO₂-armen Stromquellen suchen.






