Augsburger Oberbürgermeister-Stichwahl findet im Bierfestzelt statt
Joseph KreuselKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Festzelt um - Augsburger Oberbürgermeister-Stichwahl findet im Bierfestzelt statt
Die Oberbürgermeisterwahl in Augsburg nahm im zweiten Wahlgang eine ungewöhnliche Wendung. Da kein Standard-Veranstaltungsort verfügbar war, verlegten die Wahlhelfer die Auszählung der Briefwahlstimmen kurzerhand in ein Festzelt. Der Umzug erfolgte, während die Stadt sich auf ihr traditionelles Ostervolksfest auf dem Plärrer-Gelände vorbereitete.
In der ersten Runde am 8. März 2026 hatte die Wahlbeteiligung bei 51,8 Prozent gelegen – 110.172 der 212.517 wahlberechtigten Einwohner hatten ihre Stimme abgegeben. Die Briefwahlstimmen waren damals noch wie üblich in einer Ausstellungshalle ausgezählt worden.
Für die Stichwahl jedoch war der gewohnte Ort bereits belegt. Da kaum große Hallen in der Stadt frei waren, suchten die Wahlorganisatoren nach Alternativen. Die Lösung fand sich in Form eines Bierzelts auf dem Plärrer-Gelände, wo gerade das Osterfest beginnen sollte. Wahlhelfer richteten dort Auszählstationen ein und verwandelten das provisorische Zelt so in einen offiziellen Wahlraum.
Die Entscheidung für das Festzelt sicherte den reibungslosen Ablauf der Stichwahl. Zwar liegen die genauen Zahlen zur Wahlbeteiligung im zweiten Durchgang noch nicht vor, doch die Auszählung verlief planmäßig. Die Stadt reagierte flexibel auf die logistischen Herausforderungen und hielt den Wahltermin wie vorgesehen ein.






