Berlin setzt 2034 auf die IBA – und verabschiedet sich von Olympia-Plänen
Artur HofmannBerlin setzt 2034 auf die IBA – und verabschiedet sich von Olympia-Plänen
Berlin wird von 2034 bis 2037 zum dritten Mal die Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats markiert eine Neuausrichtung – weg von einer möglichen Olympiabewerbung, für die es nach wie vor kein konkretes Konzept gibt. Architekten und Stadtplaner begrüßen den Schritt als Chance, die Zukunft der Stadt mitzugestalten.
Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) lobt die Senatsentscheidung. Vorstandsmitglied Tobias Nöfer bezeichnete die IBA als einzigartige Plattform, um moderne städtische Herausforderungen durch Innovation anzugehen. Anders als frühere Ausstellungen soll das Event diesmal nicht nur Entwürfe präsentieren, sondern als Experimentierfeld für bahnbrechende Architektur und Stadtplanung dienen.
Die IBA wird sich voraussichtlich auf Gebiete entlang des Berliner S-Bahn-Rings konzentrieren und die Übergangsräume zwischen Innenstadt und Stadtrand neu gestalten. Die früheren Ausgaben in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren hinterließen bleibende Spuren – der AIV sieht darin nun eine weitere historische Gelegenheit, neue Maßstäbe für die Stadtentwicklung zu setzen.
Während einige argumentieren, dass IBA, Olympische Spiele und Weltausstellung Hand in Hand gehen könnten, deutet die Senatsentscheidung auf eine klare Prioritätensetzung hin. Die IBA hat nun einen festen Zeitplan, während die Olympiabewerbung ohne grundlegendes Rahmenkonzept spekulativ bleibt.
Die Bauausstellung wird drei Jahre lang laufen, beginnend 2034. Ihr Fokus auf den S-Bahn-Ring und zukunftsweisendes Design könnte Teile Berlins neu definieren. Vorerst steht das Projekt als städtebauliche Priorität allein da – andere Großprojekte bleiben in der Schwebe.






