20 March 2026, 16:24

Betrunkener greift Bundespolizisten an – Zugverkehr lahmgelegt

Eine Gruppe von Polizisten in Einsatzausrüstung verhaftet einen Mann in einem weißen Kleid auf einem Bahngleis, mit anderen im Hintergrund.

Betrunkener greift Bundespolizisten an – Zugverkehr lahmgelegt

Am Donnerstagnachmittag ist ein Bundespolizist bei einem Einsatz in der Nähe der Bahnstrecke zwischen Güstrow und Priemerburg angegriffen worden. Der Vorfall führte zu leichten Verletzungen des Beamten und verursachte erhebliche Behinderungen im Regionalverkehr.

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Der Angriff ereignete sich, nachdem der Polizist einen 37-jährigen Mann ansprach, der schlafend zwischen den Gleisen lag. Nach dem Aufwachen wurde der stark alkoholisierte Mann – mit einem Blutalkoholwert von 2,45 Promille – aggressiv und griff den Beamten körperlich an. Bei dem Handgemenge erlitt der Polizist Schürfwunden und Prellungen.

Der Mann wurde später in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Rostock und dem Amtsgericht in Gewahrsam genommen. Während des Transports spuckte er einen der Beamten an, wodurch sich die Vorwürfe gegen ihn verschärften.

Mittlerweile wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs eingeleitet. Der Vorfall löste zudem massive Verspätungen aus: Insgesamt summierten sich die Verzögerungen auf 326 Minuten bei 18 Zügen, zwei Teilausfälle inklusive.

Obwohl vereinzelte Angriffe auf Polizisten gemeldet werden – wie etwa 35 Verletzte in Berlin in der Silvesternacht 2025/2026 oder 30 in Nordrhein-Westfalen –, gibt es bundesweit keine systematische Erfassung von Übergriffen speziell im öffentlichen Nahverkehr.

Der Angreifer bleibt vorerst in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Der Zugverkehr wurde inzwischen wieder aufgenommen, doch die Verspätungen zeigten die weitreichenden Folgen solcher Vorfälle. Die Behörden haben bisher keine weiteren Details zu möglichen Strafen oder zusätzlichen Anklagepunkten bekannt gegeben.

Quelle